Ich weiß, dass Rosé Wein inzwischen als vollwertiger Wein gilt und das ganze Jahr über auf Terrassen und in Restaurants frische Salate, Fischgerichte, Käse und exotische Speisen begleitet. Einige, „typische“ Rosés kann man jedoch nach wie vor als vollständige Sommerweine bezeichnen, die unsere Lust nach Sonne und Farniente nur noch verstärken.
Pierre Cros Minervois vin rosé
Die Cuvée „Tradition“ von Pierre Cros gehört dazu. Mit einem Handumschlag verführt er uns mit seiner sehr hellen und glänzenden Farbe und einem Duft voller roter Früchte, Bonbons, Pfirsich und einem Hauch von Tonkabohnen. Weich und frisch am Gaumen, mit einigen Rundungen und einer leichten Bitterkeit im Abgang, ein perfekter Begleiter für den Aperitif im Liegestuhl, zusammen mit ein paar Oliven und einem Stück Cantal Entre-Deux, einem vollen und würzigen Käse aus dem französischen Massif Central. Legen Sie sich entspannt zurück, der Sommer ist da!
Die Cuvée „Partouze“, eine gelungen Assemblage alter mediterraner Rebsorten (Picpoul, Rivairenc, Aramon, Morastel), zeigt sich mehr säurebetont und von Zitrusfruchtaromen dominiert. Ein lebhafter Rosé, den es zu gegrilltem Fisch und Muscheln hin zieht.
Was oder wer versteckt sich hinter der Bezeichnung « Vin de France » ? #Wein
Die Bezeichnung „Vin de France“ (VDF) wurde 2009 im Rahmen einer Reform des Europäischen Weinmarktes kreiert. Sie ersetzt die traditionelle Bezeichnung „Vin de Table“, den Tafelwein. Man bezeichnet die VDF auch als VSIG – Vin Sans Indication Géographique (Wein ohne Herkunftsbezeichnung). Alle französischen Weine, die nicht im Rahmen einer AOP (Appellation d’Origine Protégée) oder einer IGP (Indication Géographique Protégée) produzierte werden, sind daher per Definition ein Vin de France.
Es ist eine relativ undankbare Weinkategorie, weil man in ihr tolle Weine finden kann, aber eben auch alles, was übrig bleibt. Vom furchterregendsten, billigen Fusel, deren Markennahmen wir hier nicht nennen wollen, bis hin zu seltenen, aus alten Rebsorten hergestellten Tröpfchen... einfach alles. Seit Jahrzehnten Synonym für grobe, industrialisierte Massenproduktion, vergisst man oft, dass viele Gründe geben kann, weshalb ein Wein (ein echter!) unter dem Logo Vin de France geführt werden kann.
Der häufigste Grund sind die Rebsorten. Jede AOP und IGP hat ihre eigene Liste zugelassener Rebsorten. Allein der Anbau der in den Listen aufgeführten Rebsorten gibt Zugang zur AOP oder IGP. Baut man Rebsorten an, die nicht auf der Liste stehen (eine einzige reicht!), wird der Wein automatisch als Vin de France abgestempelt. Pierre Cros, Winzer im Minervois hat gleich mehrere Cuvees anzubieten, die von dieser Regelung betroffen sind: Seine „Mal Aimés“, hergestellt aus alten, mediterranen Rebsorten (Picpoul noir, Alicante bouchet, Aramon, Carignan), den Rosé „Partouse“, eine fröhliche Mischung aus Aramon, Picpoul, Morrastel und Rivairenc... Ende der neunziger Jahre hat er auf seinem Weingut auch die aus Italien stammende Rebsorte Nebbiolo angepflanzt, sowie portugiesischen Touriga Nacional. Auch deren Etiketten tragen stolz die Bezeichnung „Vin de France“.
Ein zweiter Grund kann die Lage des Weinberges sein. Wenn er von der INAO (Institut National des Appellations d’Origine) nicht als AOP oder IGP klassifiziert wurde, gilt die Produktion automatisch als Vin de France. Jede Winzerin und jeder Winzer kann sich übrigens auch frei für die Kategorie Vin de France entscheiden. Eine Herkunftsbezeichnung kann viele Vorteile haben: Einen gewissen Bekanntheitsgrad, ein gewisses Renommee, kollektives Auftreten auf dem Weinmarkt und auf Messen... Aber es gibt immer einen Gegenpart. Im Rahmen der französischen AOP und IGP sind dies mehr oder weniger strenge und einschränkende Produktionsregeln. Die Wahl, einen Vin de France zu produzieren, kann also auch als Wahl einer freien und hochwertigen Weinproduktion interpretiert werden.
TIP 1: Wenn Sie einen neugierigen Gaumen haben, schenken Sie den Vin de France bei der nächsten Visite in Ihrem lieblings Weinfachgeschäft besondere Aufmerksamkeit. Sie könnten angenehme Überraschungen erleben...
TIP 2: Wenn Sie einen sensiblen Gaumen haben, vermeiden Sie den meist unten im Regal stehenden Vin de France bei Ihrer nächsten Visite im nächstgelegenen Supermarkt. Keine angenehme Überraschung in sicht...
Aus der Trinkbar... Wir können die UNGELIEBTEN nicht länger ignorieren!
Dieser „vollständig von Hand“ hergestellte Wein existiert seit 14 Jahren. Die Weinberge, aus denen er hergestellt wird, bringen knappe 400 Jahre zusammen. Zu Beginn dieses Jahrtausends galt seine Zusammensetzung fast als Ketzerei, wie die (kurze) Geschichte seines Vorgängers zeigt: Ein AOC MINERVOIS aus dem Jahrgang 1999 hergestellt ausschliesslich aus PICPOUL NOIR. Der Verkauf dieses Produkts wurde offiziell verboten und zwar wegen der Rebsorte aus der er hergestellt wurde. Und das obwohl PICPOUL NOIR als offizielle Rebsorte im MINERVOIS und in einigen anderen prestigeträchtigen Appellationen, wie CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE zugelassen ist. Das Verbot entpuppte sich letzten Endes vielleicht aber sogar als Glücksfall, weil es PIERRE dazu anspornte in seiner Überzeugung noch einen Schritt weiter zu gehen und diesen vollständig aus (damals fast) verbotenen, unbeliebten und ungeliebten Rebsorten hergestellten Wein zu kreieren (PICPOUL NOIR, ARAMON, ALICANTE & CARIGNAN).
Heute sind einige dieser Rebsorten fast vollständig von der Landkarte verschwunden (nur CARIGNAN spielt noch einen bedeutende Rolle). Sie wurden teilweise durch andere Sorten ersetzt, sogenannte « Aufwertende Rebsorten". Aus heutiger Sicht scheint diese Agrarpolitik der vergangenen Jahrzehnte zu einer Verringerung der Vielfalt in französischen Weinbergen geführt zu haben und in der Folge auch zu einem gewissen Verlust der Vielfalt im Weingeschmack. Nur 10 Rebsorten decken heute 70% der Rebflächen in Frankreich ab, während insgesamt nur rund 40 Sorten wirtschaftlich eine Rolle spielen. (Quelle)
Auf VINPARLEUR halten wir uns an eine sehr einfache Politik: Wir lieben alle Rebsorten, ohne Ausnahme! Und je mehr Rebsorten es gibt, desto besser finden wir das! Um diejenigen, die immer noch im Zweifel sind, zu überzeugen, lesen Sie hier unsere Eindrücke von PIERRE CROS cuvée LES MAL AIMÉS (die Ungeliebten) aus dem Jahrgang 2012:
Klare Granatfarbe mit leichter Trübung aufgrund der Abfüllung ohne Filtration. Dieser Vin de France (vormals Vin de Table) besticht durch sein intensives und abwechslungsreiches Bouquet aus roten und schwarzen Früchten, vor allem durch den üppigen fruchtig-pflanzlichen Charakter von schwarzen Johannisbeeren und einer Handvoll schwarzer Oliven. Der vor zwei Jahren abgefüllte Wein öffnet sich innerhalb weniger Minuten im Glas und bereichert sein Bouquet um einige angenehme Aromen von Gebäck und ein wenig Kakao. Im Mund ist er eher leicht und sanft mit wunderbar erfrischender Säure. Wenig taninreich, jedoch mit schöner seidiger Struktur und leichtem Biss, der Länge und Charakter gibt. Jetzt trinken oder im Keller für weitere 2-3 Jahre reifen lassen.
PFLANZLICHE BEILAGE Auberginen Lasagne, ohne zu zögern!
FLEISCHLICHE BEILAGE Sie haben die Qual der Wahl: Gegrillte Lammkoteletts, Blutwurst, Schweinerostbraten, Rohschinken, Wildschweinpastete, Coq au Vin ...
Picpoul noir Pierre Cros
PS: ZAHLEN FÜR NEUGIERIGE: ARAMON: 150 230 Hektar Rebfläche im Jahr 1958 - 9084 Hektar im Jahr 2004. CARIGNAN: Er bedeckte 43% der Weinberge des Languedoc-Roussillon im Jahr 1979, gegenüber 13,5% im Jahr 2010. PICPOUL NOIR: 1990 schätzte man den Restbestand noch auf einige 200 Hektar.
Fügt man zu den vorher genannten Rebsorten die Zahlen von CINSAULT NOIR, TERRET und GRENACHE BLANC, ALICANTE BOUCHET und MACABEU hinzu, so addiert sich für diese traditionellen mediterranen Rebsorten ein Rückgang von rund 260000 Hektar zwischen 1979 und 2010 ... (Quelle)
Alte Rebsorten, reifer Wein – Les Mal Aimés 2003 von Pierre Cros #Vinisud #Languedoc
Alte Weine trinken wir heutzutage immer seltener. So zeigte eine Studie des Wine Enthusiast im Jahre 2011 zum Beispiel folgendes Ergebnis: ‘Der Grossteil – 90% oder mehr – der in diesem Land (USA) gekauften Weine werden innerhalb der nächsten 48 Stunden getrunken.“ Zwar handelt es sich dabei um die USA, ein Land, dass sich von unseren kulinarischen Gewohnheiten leicht unterscheidet, aber eben nur leicht...
Auf jeden Fall ist die Vorfreude und die Spannung immer groß, bevor man eine alte, im Keller „vergessene“ Flasche öffnet. Um so mehr, wenn es sich um einen mit alten Rebsorten hergestellten Wein handelt, die vor nicht all zu langer Zeit noch als „unwürdig“ oder ganz einfach als „schlecht“ gehandelt wurden. Alte Rebsorten, die in dieser Cuvée Les Mal Aimés ihr „Können“ und ihre geschmacklichen Qualitäten schon seit über einem Jahrzehnt vorzeigen.
Wie erwartet, zeigt der Wein ein leichtes Depot, sowie eine helle und fast durchsichtige, von einem leichten Orange-Ton charakterisierte Farbe. Die Nase ist eher intensiv und komplex und duftet nach Pflaumen, Rauch und Kräutern, sowie nach einigen Gewürzen und Holunder. Samtig weich im Mund, mit knackiger Säure und leichter, seidiger Taninstruktur, die den Gaumen auskleidet. Großzügig und sommerlich, wie es sich für den Jahrgang 2003 gehört, klingt der Wein mit einem schmackhaften Kompott schwarzer Früchte aus. Ein echter „Verkostungswein“, den man spät in der Nacht in Stille genießen sollte...
Wie jedes Jahr, hat Pierre Cros auch dieses Mal den neuen Jahrgang seiner Weine aus dem Minervois im Frühjahr vorgestellt. Hier eine kleine Auswahl von seinen Cuvées für den Sommer oder für Ihren Keller:
Cuvée Tradition 2012, Rotwein AOP Minervois
Dieser von Carignan und Grenache dominierte Wein ist eine reine Leckerei! Ein Appetit anregender Duft von Früchten und Kräutern, weich, beziehungsweise cremig und saftig im Mund. Ein wunderbarer Wein für den „täglichen Hausgebrauch“, zum Grillen, zum Braten, zu Brot und Käse... Sein großer Bruder, der Jahrgang 2011 zeigt sich übrigens nach wie vor in Hochform, mit etwas mehr Biss und Struktur.
Les Mal Aimés 2012, Rotwein Vin de Table
Mein „Liebling“ unter Pierres Weinen seit jeher, hält auch in diesem Jahrgang wieder sein Versprechen. Wundervolle „Assemblage“ aus Aramon, Alicante, Picpoul noir und Carignan, mit erstaunlichen Aromen von Holunder und Pflaumen, sowie einer angenehmen, kräuterhaften Frische. Anschmiegsam und frisch am Gaumen, mit einem Hauch von Tanninen, die dem Wein Tiefe und Struktur verleihen.
Nebbiolo 2012, Rotwein Vin de Table
Die Farbe dieses Weines ist nach wie vor dezent und äußerst elegant. Ein intensiver Duft steigt aus dem Glas, eine kunstvolle Mischung aus Sauerkirschen, Waldboden und Zimt, sanft im Mund, geradlinig und mit wundervoller Säure und sehr schönem Abgang. Geheimnisvoll und verführerisch...
Les Aspres 2011, Rotwein AOP Minervois
Pure Syrah, auf dem steinigen Böden der „Aspres“ gewachsen, großartiger und präsenter als je zuvor! Ein geradezu perfektes Zusammenspiel aus Kraft und Eleganz: Rote und schwarze Früchte, Zimt, Vanille, Pfeffer und frischer Humus. Vollmundig, mit durchgehender, präziser Säure und dichter, feiner Tanninstruktur. In dieser wunderbaren Flüssigkeit verstecken sich ganze Wochen mediterranen Sonnenscheins, die Sie über viele Jahre behutsam in Ihrem Keller aufbewahren sollten.
Rebsortenparadies Languedoc - Unsere Grosseltern waren auch nicht dümmer als wir
Pierre Cros übernahm in den achtziger Jahren die von Carignan beherrschten Weinberge seiner Grosseltern im Minervois in der Nähe der mittelalterlichen Stadt Carcassonne und pflanzte hauptsächlich Grenache und Syrah hinzu. Und obwohl sich seine Weine aufs beste entwickelten und sich bald vor allem international einen Namen machten, fehlte ihm etwas Wesentliches in dieser modernen Weinwelt.
Ende der neunziger Jahre besann er sich auf das Erbe der Alten, wie er selber sagt, und kaufte einige alte Rebgärten auf, die sonst der regionalen Weinpolitik zum Opfer gefallen und verschwunden wären. Bestückt waren diese teils hundertjährigen Weinberge mit alten, fast vergessenen, vor allem aber verpönten Rebsorten des Südens: Carignan, Aramon, Picpoul noir, Alicante... Pierre pflegte und hegte die Pflanzen und schuf aus ihren Früchten, entgegen dem Willen der Behörden und Weinbauverbände, einen ganz besonderen Wein, den er Les Mal Aimés (die Ungeliebten) taufte. Jenseits des über-fruchtigen Geschmacks, der die heutige Weinwelt zu beherrschen scheint, präsentieren sich die alten Hasen mit erstaunlicher Frische, Sauerkrischen, Kräutern und röstiger Würze, und man fragt sich beim Trinken dieses erholsam aufrichtigen Weines, ob dieses nicht der Geschmack von damals sei.
„Unsere Grosseltern waren auch nicht dümmer als wir“, sagt Pierre, „und wussten sehr wohl, welche Rebsorten sich im mediterranen Klima wohlfühlen.“
In Frühjahr hat Pierre Cros, dieses Mal in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer, einen neuen Weinberg gepflanzt: Aramon, Picpoul noir, Aspiran – die Alten bekommen eine neue Chance. Aber Pierre schaut keineswegs nur in die Vergangenheit, sondern hat auch eine Leidenschaft für Experimente. Seit einigen Jahren wachsen bei ihm im steinigen Boden des Minervois auch Pinot noir, Nebbiolo und Touriga Nacional, die er aus dem Burgund, Barolo und dem Douro in seine Heimat geholt hat, alleine aus Lust an der Freiheit das anzubauen, was ihm schmeckt.
Der Californian Way of Wine
Als ebenfalls in den achtziger Jahren die Brüder Teisserenc nördlich von Pezenas die Domaine de l’Arjolle schufen, erfreuten sie sich der reichhaltigen Rebsortenwahl, die ihnen der gesetzliche Rahmen der Vin de Pays des Côtes de Thôngue bot. Aus Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot und Grenache, aber auch Chardonnay, Muscat, Viognier und Sauvignon Blanc schaffen sie heute eine reichhaltige Weinpalette, die von fruchtigen und sommerlichen Weißweinen, bis zu vollmundigen Rotweinen mit hohem Alterungspotential reicht, und sich sogar einer süßen Muskat-Spätlese und eines knackfrischen Winzersekts erfreut.
Von einer seiner ersten Reisen durch die kalifornischen Weinberge brachte Louis-Marie eine Liebe zum roten Zinfandel mit, schaffte es, die französischen Behörden zu überreden und pflanzte Mitte der neunziger Jahre den ersten und bisher einzigen Hektar Zinfandel Frankreichs an. Wucht und Würze, und ein eleganter Gaumenschmeichler, genau das richtige für lange Winterabende und feine Speisen.
Wenn es in Frankreich ein Paradies für Rebsorten gibt, so befindet sich dieses sicherlich im Süden des Landes, genauer gesagt im Languedoc. Die Geschichte der Weinkultur ist alt in dieser Region, begann sie doch schon vor etwa 2500 Jahren als die Griechen ihre ersten Kolonien an der Küste gründeten, wie etwa im heutigen Agde. Eine Geschichte also, wie es sich für eine anständige Weinbauregion der alten Welt gehört.
Wirklich interessant wurde es aber erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Reblaus aus dem Norden Amerikas nach Europa gelangte, und wie die Barbaren im Weinberg hauste. Ein trauriger Anfang der interessanten Neuzeit, denn das Languedoc verlor fast vollständig seine ursprünglichen Weinberge und musste die Landschaft mit aufgepfropften und dadurch reblausresistenten Reben neu bestücken. Die restliche Geschichte erspare ich Ihnen, denn im Laufe des folgenden Jahrhunderts pendelte die Region in atemberaubendem Rhythmus zwischen goldenen Jahren und Weinkrisen, großem Reichtum und bitterer Armut hin und her, bis der Staat und schließlich auch Europa eingriff.
Seitdem hat das Languedoc zwar wesentliche Teile seiner Rebflächen verloren, vor allem aber ist es zu einer der interessantesten und dynamischsten Regionen Frankreichs geworden, zumindest was den Weinbau und die Vielfalt der Rebsorten betrifft. Denn in der verschwenderisch schönen mediterranen Landschaft wurzelt heute fast alles, was in Frankreich und der restlichen Weinwelt Rang und Namen hat. Syrah und Grenache natürlich, die zusammen mit Mourvèdre, Carignan und Cinsault das Rückgrat der klassischen Moderne bilden. Cabernet Sauvignon, Merlot und Sauvignon blanc aus dem Bordeaux, Viognier von der Rhône und Chenin von der Loire sind solide Bausteine vieler Vin de Pays, während sich Chardonnay und Pinot noir bzw. Spätburgunder gut in höheren oder kühleren Lagen entwickeln.
Dazu gibt es noch einige kuriose Kreuzungen aus den sechziger Jahren, wie etwa der sich wachsender Beliebtheit erfreuende Marsellan (aus Grenache und Cabernet Sauvignon), oder der Portan, welcher spanischen Grenache und deutschen Portugieser in sich vereint.
Carignan und Aramon feiern einen „Indian Summer“ im Minervois