Aus der Gegend von Rasteau stammen einige hoch beeindruckende Grenache-Weine des Rhône-Tals. Ein gutes Beispiel bietet diese Cuvée von Santa Duc aus dem hervorragenden Jahrgang 2010.
Santa Duc Rasteau Les Blovac
Sechs Jahre Flaschenreifung haben seiner Kraft und Intensität nichts angetan. Im Gegenteil sogar, denn sein Bouquet scheint sogar noch an Ausdruck und Komplexität gewonnen zu haben, während der Gaumen von weichen Tanninen verführt wird.
Pflaumen und andere Trockenfrüchte, Honigkuchen und Pfeifentabak, Haselnüsse, schwarzer Pfeffer und exotische Gewürze im Abgang. Die Vielfalt seines Dufts ist extraordinär! Von zitroniger Frische getragen, zeigt dieser Rasteau einen harmonischen und vollreifen Geschmack, der Ihre Herbst- und Winterabende verschönern wird.
FLEISCHLICHE BEILAGE: Der Wein provoziert Träume von Kaninchen und schwarzen Oliven im Römertopf, von Entenbrust mit Feigen und von gegrilltem T-Bone Steak.
PFLANZLICHE BEILAGE: Champignons mit Quinoa-Füllung, Gemüse-Couscous, Steinpilzravioli mit roter Zwiebelsauce... Scheuen Sie sich nicht vor Gerichten mit intensivem Geschmack.
Ein schöner Rotwein im Glas, der die Tafel beleuchtet, ein außen knuspriger und innen saftiger Schweinebraten, dazu Bratkartoffeln und grüne Bohnen, einige angenehme Gäste... Es ist Sonntag 12 Uhr 30, man bittet zu Tisch! Eine Tradition, für die sogar die Zeit anhält und sich für einige Stunden mit uns an den Tisch setzt.
Pierre Cros Minervois Tradition
Die schlicht „Tradition“ genannte Cuvée von Pierre Cros passt ausgezeichnet zu diesen Momenten. Hergestellt hauptsächlich aus den Rebsorten Carignan und Grenache, wie die Tradition im Minervois es eben vorscheibt, dazu ein bisschen Cinsault und Syrah, entpuppt er sich als wahrhaftiger Sonntagswein. Fruchtig wie man’s sich wünscht, würzig wie’s sich gehört, mit sanfter Taninstruktur und Säure die den Gaumen erfrischt. Im Abgang überrascht der Duft von Haselnüssen und Ananas, was den Wein definitiv in die Kategorie „besonderer“ Weine einteilt und außerdem bestätigt, dass das Minervois eine großartige Weinbauregion ist und das Duo Carignan-Grenache unschlagbar bleibt.
Ein Wein der Allen zu jeder Zeit gefällt, am Sonntag, wie auch an Wochentagen.
Domaine Santa Duc Châteauneuf-du-Pape La Crau Ouest 2014. Kommentar vom Guide Hachette 2017
In Familienbesitz seit 1874, wurde das Weingut 1985 von Yves Gras übernommen. Dieser führte bald biologische Landwirtschaft für seine Weinberge in Gigondas ein, später auch in Châteauneuf-du-Pape.
Im Keller, keine Barrique mehr, sondern große Holztanks und Terrakotta Amphoren, um den Charakter des Terroirs hervorzuheben. Die zuerst dezente Nase, öffnet sich rasch mit dem Duft von Gewürzen, sowie frischer Himbeeren und Johannisbeeren. Ausgewogen im Geschmack, mit angenehmer, weicher Fülle, frischer Säure und dichten, qualitativ hochwertigen Tanninen.
Ein starkes Stück im Glas! Domaine Santa Duc Roaix 2010
Der Jahrgang 2010 bleibt eine erstklassige Wahl im Rhône Tal. Der lange, sonnige Spätsommer brachte voll ausgereifte Trauben, eine gute Grundlage für Weine mit beachtlicher Finesse und Harmonie.
Die Grenache und Syrah Trauben für diesen Wein stammen aus den Weinbergen von Roaix, zwischen Rasteau und Vaison-la-Romaine. Sie füllen das Glas mit einem dunklen, blutroten Wein und dem kräftigen Duft von Feigen und getrockneten Aprikosen, Honigkuchen und Lakritz. Meine Nase lässt sich sofort verführen, fasziniert von der Intensität des Bouquets, das sich stetig um den Duft von Kirschen und weiteren Gewürzen bereichert.
Frische Säure, feine, noch junge Tannine, umgeben von einer angenehmen Süße, mehr und mehr Würze und lang anhaltende Aromen. Ausgeglichen, schmackhaft und noch jugendlich, verspricht dieser Wein noch einige Jahre Lagerkapazität. Wenn Sie ihn diesen Winter öffnen, sollten Sie ihn in einer Karaffe servieren.
FLEISCHLICHE BEILAGEN: Die Intensität und der Charakter des Weines verdienen ein schönes Stück gegrilltes Fleisch, Rind, Lamm, Strauss, ohne großes Gehabe, nur mit ein wenig Salz und Pfeffer. Für komplexere Speisen mit Saucen und Gewürzen sollten Sie noch ein paar Jahre warten, damit der Wein seine volle Aromatik entfalten kann.
PFLANZLICHE BEILAGEN: Gegrilltes Gemüse in Olivenöl, Kürbispfanne mit Tomatenreis, Tofu-Burger mit Balsamico-Sauce oder mit Steinpilzen gefüllte Cannelloni... Holen Sie ordentlich Power aus Ihrem Gemüse!
Aus der TrinkBar... Les Aubes #Vacqueyras der Domaine Santa Duc 2012
Das Öffnen einer Flasche Vacqueyras kündigt immer einen besonderen Moment des Genusses und ein schmackhaftes Diner an, denn auf eine gewisse Art und Weise verkörpert die AOC Vacqueyras etwas Edles, Wertvolles und Historisches. Obwohl „erst“ vor 25 Jahren zum Cru des Rhône-Tals aufgestiegen, blickt der Wein in Vacqueyras auf eine sehr lange Vergangenheit zurück und ist eng mit der Geschichte der grossen Weine und Terroirs Frankreichs verbunden.
Zur Begleitung dieses Weines hatte ich gegrillte Entenbrust vorgesehen, verfeinert von einem Feigen-Duo, die einen gegrillt, die anderen in Balsamico-Essig geschmort. Was für ein Fest! An einem heißen Sommerabend relativ kühl in der Karaffe serviert (etwa 14°C), zeigte sich das Bouquet von Anfang an recht explosiv und charmant: Pflaumen, Wallnüsse, Feigen und Zimt. Und am Gaumen? Weich und rund, wie es sich für die Rebsorten gehört (80% GRENACHE und 20% SYRAH), vollmundig und konzentriert wie vom Jahrgang vorgeschrieben, unterlegt von angenehm kühlender Säure, die auf das sandig-steinige, vom kalten Mistral-Wind gebeutelte Terroir zurück zu führen ist.
Ein ursprünglich wilder, heute schon etwas gezähmter Wein, dessen Lagerpotential man nicht unterschätzen, und das sein Bouquet über die nächsten 4 bis 6 Jahre zunehmend um Würze, Kakao und Trockenfrüchte bereichern wird.
FLEISCHLICHE BEILAGE: Außer gegrillter Entenbrust mit Feigen wird der Wein sich ohne Zweifel für in Teriyaki-Sauce mariniertes Rindfleisch begeistern, aber auch an einem einfachen Kalbsbraten mit Senf-Kräuter-Kruste seinen Spass haben. PFLANZLICHE BEILAGE: Sie sollten nach intensiven, konzentrierten Speisen Ausschau halten, um diesen Wein zu begleiten. Eine Tarte Tatin aus konfitierten Tomaten, einen Risotto mit Steinpilzen und Hokaido-Kürbiss oder Tagliatelle mit Austernpilzen und Pesto.
Aus der TrinkBar ... #Minervois Tradition 2014 von Pierre Cros #Wein
Es scheint fast ein bisschen albern bei einem Wein darauf hinzuweisen, dass seine Aromen und sein Geschmack an frische Trauben erinnern. Das ist doch selbstverständlich, oder? Nun, ganz so selbstverständlich ist es nicht, denn durch Reife, Gärung und Altern können sich manche Weine ganz schön weit vom natürlichen Ausgangsmaterial entfernen. So bieten sie uns bei der Verkostung eine große Menge Obst (Pfirsich, Aprikosen, Feigen, Bananen ...), Gewürze (Zimt, Vanille, Pfeffer, Sternanis, ...) und sogar Pflanzen an (Farn, Minze, Heu ...), vergessen dabei aber die Trauben.
Domaine Pierre Cros
Hier aber nicht. Dieser Wein ist reiner Traubensaft! Ich kann sogar bei jedem Schluck das erfrischende Knacken der einzelnen Trauben in meinem Kopf hören. Als traditioneller Languedoc Wein wurde er hauptsächlich aus CARIGNAN, GRENACHE UND CINSAULT hergestellt, genehmigt der grandiose SYRAH aber an der Cuvee teilzunehmen. Ein paar Monate Reifung in Betontanks schützten den Wein auf natürliche Weise vor wechselhaften Außentemperaturen und erhalten Frische und Authentizität.
Frische Weintrauben, Kirschen, Johannisbeeren und Erdbeeren, sowie ein bisschen Holunder und Holz und fertig ist das Bouquet! Sanft am Gaumen, mit knackiger Säure und feiner, zurückhaltender Gerbsäure. Großzügig und großherzig, wird er allen FLEISCHLIEBHABERN dabei helfen, die Grillsaison zu beenden. Im Herbst, bei Regen und abnehmenden Temperaturen, wird er den Geschmack eines Coq au Vin untermalen oder einem Risotto mit getrockneten Tomaten und Parma-Schinken ein wenig Sonnenschein hinzufügen. Als wahres Multitalent bietet er auch PFLANZENLIEBHABERN viele Gelegenheiten zu einem Festessen: die erste gebratenen Waldpilze, Penne all’arrabiata, Risotto mit Steinpilzen... Ganz wie es Ihnen gefällt!
Eine reife Überlegung - was ist OPTIMALE Traubenreife? #Wein
Ein aktuelles Thema zu einem Zeitpunkt, an dem Tausende von Pflücker sich darauf vorbereiten, den nächsten Jahrgang zu ernten. OPTIMALE Reife ist vor allem ein rein theoretischer Wert, weil sie hauptsächlich von der Art des Weines abhängig ist, die wir schaffen wollen. Darüber hinaus ist die OPTIMALE Reife natürlich auch noch von unterschiedlichen Faktoren, wie etwa Rebsorte, Klima, Terroir und Wetterbedingungen und nicht zuletzt von Glück und Fähigkeiten der Winzer oder Winzerinnen abhängig.
la maturité du raisin
Verschiedene Komponenten der Traube können bei der Ernte für die Winzer von Interesse sein. Da geht es natürlich um Zucker und Säuren, aber auch um die Primäraromen, Anthocyane (die roten Farbstoffe von Weintrauben) und Gerbsäure. Eine Vielfalt von Molekülen, die man nachher in mehr oder weniger großen Mengen im Wein wiederfinden kann. Alle Komponenten sammeln sich in der Traube an und reifen über die letzten Wochen vor der Ernte, aber nicht notwendigerweise mit der gleichen Geschwindigkeit. Der Zuckergehalt steigt, die Säure nimmt ab, Aromen vermehren sich, während der Tanningehalt roter Trauben in Schale und Kernen steigt und zunehmend schmackhafter wird. Aber eine gute Menge an Zucker wird oft schon früh erreicht, während die Tannine auf sich warten lassen. Je nach gewünschtem Weinstil, müssen WinzerInnen irgendwann entscheiden, wann die Trauben ihren Vorstellungen von Geschmack und Ausgewogenheit entsprechen. Denn OPTIMALE Reife ist vor allem eine Frage des Geschmacks und der Balance!
Ein Beispiel: GRENACHE NOIR ermöglicht sowohl die Herstellung kräftiger, lagerfähiger Rotweine, als auch das Keltern angenehm leichter Roséweine. Im ersten Fall werden sich die WinzerInnen vor allem für die Reife der Tanninstruktur interessieren. Beim Rosé, spielen vor allem frische Aromen und die Balance zwischen Zucker (der zu Alkohol wird) und Säuren eine große Rolle. Sollen die Trauben für Rosé-Herstellung verwendet werden, erntet man daher sicherlich früher, als Trauben, die zur Herstellung eines vollmundigen roten GIGONDAS oder MINERVOIS bestimmt sind.
Fazit: Je nach Reifegrad, ermöglicht jede Rebsorte, im Keller verschiedene Weinstile zu entwickeln. Während der Boden, das Klima und die Weinlese einen mehr oder weniger starken Einfluss auf die Reifung der Trauben haben, entscheiden die WinzerInnen über die OPTIMALE Traubenreife für ihren Traumwein.
Aus der TrinkBar... Habemus Papam 2012 - Feines aus Châteauneuf-du-Pape
Wenn ein Winzer aus Gigondas sein savoir-faire auf die steinigen und sandigen Böden von La Crau und den Saintes Vierges überträgt, scheint sich ein erfrischender Wind über den Terroirs von Châteauneuf-du-Pape zu erheben. Dafür ist der Jahrgang 2012, abgefüllt im Frühjahr, ein lebender Beweis!
Habemus Papam Domaine Santa Duc Chateauneuf-du-Pape
Seine Farbe wirkt irgendwie beruhigend: Ein sehr klares Blutrot mit einem leichten Hauch von Purpur. Die erste Nase ist sehr frisch, sehr fruchtig und öffnet sich relativ schnell, um süße Gewürze, Pfeffer und Balsamico-Aromen zu zeigen. Eine junges und tonisches Bouquet, das noch lange am Gaumen und im Abgang nachklingt.
Leicht salzig, scheint der Wein von steiniger, kalkhaltiger Struktur, schwer zu sagen allerdings, ob dies auf seinen mineralischen Charakter oder auf seine zarten, sehr frischen und jungen Tannine zurückzuführen ist. Schwer zu sagen vor allem, weil dieser köstliche aber für die Zukunft gebaute, aus Grenache und Mourvèdre hergestellte Wein es nicht eilig zu haben scheint, alle seine Geheimnisse schon heute zu offenbaren.
Was tun? Seien Sie geduldig, finden Sie einen Platz in Ihrem Keller für ihn, und geniessen Sie seine Gesellschaft über die nächsten 10 Jahre.
PFLANZLICHE BEILAGE: Allerlei gebratenes Gemüse mit reichlich Olivenöl, geschmorte Pilze oder ein sahniges Gemüse-Curry...
FLEISCHLICHE BEILAGE: Kalbskotelett mit Rotweinsauce, Filet Mignon an grobem Senf und Perlhuhn mit Morcheln in seiner Jugend. Saltimbocca alla romana aus Fasan (umwickelt mit Salbei und Parmaschinken), gebratene Tauben mit Steinpilzen, oder einem feinen Käse aus dem Burgund (Époisses, Chambertin…) nach ein paar Jahren der Flaschenreifung.