Aus der Gegend von Rasteau stammen einige hoch beeindruckende Grenache-Weine des Rhône-Tals. Ein gutes Beispiel bietet diese Cuvée von Santa Duc aus dem hervorragenden Jahrgang 2010.
Santa Duc Rasteau Les Blovac
Sechs Jahre Flaschenreifung haben seiner Kraft und Intensität nichts angetan. Im Gegenteil sogar, denn sein Bouquet scheint sogar noch an Ausdruck und Komplexität gewonnen zu haben, während der Gaumen von weichen Tanninen verführt wird.
Pflaumen und andere Trockenfrüchte, Honigkuchen und Pfeifentabak, Haselnüsse, schwarzer Pfeffer und exotische Gewürze im Abgang. Die Vielfalt seines Dufts ist extraordinär! Von zitroniger Frische getragen, zeigt dieser Rasteau einen harmonischen und vollreifen Geschmack, der Ihre Herbst- und Winterabende verschönern wird.
FLEISCHLICHE BEILAGE: Der Wein provoziert Träume von Kaninchen und schwarzen Oliven im Römertopf, von Entenbrust mit Feigen und von gegrilltem T-Bone Steak.
PFLANZLICHE BEILAGE: Champignons mit Quinoa-Füllung, Gemüse-Couscous, Steinpilzravioli mit roter Zwiebelsauce... Scheuen Sie sich nicht vor Gerichten mit intensivem Geschmack.
„Ein CRU von großzügigem Geist“, das sagt RASTEAU über RASTEAU. Zumindest seit 2010, dem Geburtsjahr dieses 8. CRU des südlichen Rhône-Tals („CRU“ ist die höchste Einstufung einer AOC in der Rhône), bis dahin Côtes du Rhône Villages. In RASTEAU herrscht die Rebsorte GRENACHE (unterstützt von SYRAH und MOURVÈDRE, aber auch einige „kleine Helfer“ wie CARIGNAN, COUNOISE und vielen anderen), und legt den Grundstein für üppige, trockene Rotweine, sowie verführerische und faszinierende natürliche Süßweine.
Rasteau
Nördlich des Flusses Ouvèze, zwischen 120 und 360 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, bietet der Bereich RASTEAU eine große Vielfalt an Böden. Von den höchsten bis zu den tiefsten Lagen trifft man Mergel, Sand und Safres (ein spezieller, sandiger Bodentyp) sowie eiszeitliche Kieselterrassen. Ein schönes Terroir, nach Süden und zur Sonne ausgerichtet und vom kühlen Mistralwind temperiert.
Was ich an „RASTEAU-WEINEN“ mag? Ihre KRAFT. Das ist das Erste, was mir in den Sinn kommt. Ein ambivalentes Wort, denn oft, aber nicht notwendigerweise, mit „reich an Alkohol“ übersetzt. Denn auch wenn die meisten der Weine der Appellation perfekt zu den kühleren Jahreszeiten Herbst und Winter passen, gehören auch „Mineralität“ und „Frische“ durchaus zum Verkostungsvokabular von RASTEAU.
Wenn ich also von KRAFT rede, meine ich eher die allgemeine Präsenz der Weine, sowohl in der Nase, als auch am Gaumen: Rund und voll auf der Zunge, manchmal mit beeindruckender Taninstruktur, zusammen mit einem oft intensiven Bouquet aus schwarzem Obst und Kräutern in der Jugend, eher würzig, mit kompotierten Früchten und Tabak nach ein paar Jahren des Reifens.
Sicher ist, dass RASTEAU auf rund 950 Hektar Rebfläche Weine von starkem und original-mediterranen Charakter produziert, die über die Jahre einen festen Platz in meinem Keller gefunden haben...
Rasteau Domaine Santa Duc
RASTEAU „LES BLOVAC“ VON DOMAINE SANTA DUC TERROIR : Alte Reben, die in der südliche orientierten Hanglage „Les Blovac“ wachsen. Steinige Lehm- und Sand-Böden. REBSORTEN : Grenache 70 %, Syrah 15 %, Mourvèdre 15 %. VINIFIKATION : Die Trauben werden entrappt, lange maischegärung bei kontrollierter Temperatur, sanfte Extraktion von Farbe und Tanninen. AUSBAU : Auf der Feinhefem im Beton- und Holztank.
Jedes Jahr, wenn die erste Kältewelle auch Frankreich erreicht hat, tauche ich in meine Kartons herab und suche nach vollen Flaschen aus Rasteau. Den von Yves Gras, denn den liebe ich, aber es gibt selbstverständlich noch andere. Aber Achtung, ich habe nicht gesagt, dass man Rasteau nur trinken kann, wenn’s draußen kalt ist. Bei Kälte erinnere ich mich an diesen Wein. Das ist alles.
Rasteau Domaine Santa Duc
Nach dem Öffnen der Flasche rieche ich als erstes Pflaumen, frische Erde und etwas leicht Animalisches. Im Mund überrascht mich die Frische, die Tannine sind noch jung (es ist ein 2009er), und der Abgang ist sehr lang. Der Wein ist sehr kalt, also schenke ich ihn in ein großes Glas und lasse ihn eine halbe Stunde ruhen. Es tut ihm gut, sich etwas aufzuwärmen und zu atmen. Die Frucht ist intensiver geworden, und die Tannine verschmelzen in einer leichten Süße. Die Frische bleibt von Anfang bis Ende, zusammen mit einer leichten Note weißen Pfeffers.
Jetzt ist’s Zeit zu essen. Der Wein ist hungrig. Ich lege einen ganzen Lachs in den Ofen, mariniert mit einer Tapenade aus schwarzen Oliven, ebenso grob zerteiltem Hokaido-Kürbis mit Majoran, Koriander, Knoblauch und getrocknete Tomaten... Köstlich!
Später am Abend hat der Wein an Kraft und Fülle gewonnen, vor allem im Abgang. Das gefällt mir, denn das ist einer der Gründe, weshalb ich gerne Rasteau trinke. Er riecht nach Sonne, schwarzen Oliven, Rosmarin und sogar ein wenig Zitronenschale.