Cahors Extra Libre 2016
Ein feines Parfum aus Cassis, Brombeeren und Heidelbeeren, gemischt mit gelbem Pfirsich und Mango. Ein Hauch von Iris- und Narzissen-Blüten geben dem Wein eine elegante, blumige Note. Am Gaumen ist er eine wahre Köstlichkeit: Frischer Fruchtsaft aus den in der Nase gerochenen Früchten, angereichert von Zitronenschale und weißem Pfeffer. Verspielte Tannine machen die Früchte noch knackiger, den Gaumen zu einer Explosion frischer Früchte, welche den Durst der tief beeindruckten Geschmackspapillen löschen. Ein äusserst lebendiger Wein, dessen delikate Frucht sofort überzeugt.
Extra Libre Le Cèdre 2015
In der Nase, frisches Brot, mit feiner Marmelade aus Himbeeren, Cassis und Erdbeeren, verfeinert noch von etwas Blütenduft. Würziger Duft von schwarzem Pfeffer, Kardamom und Anis vervollständigen das Bild. Am Gaumen stehen dichte, noch junge Tannine im Vordergrund, umgeben allerdings von frischem, weichen Saft. Noch etwas verschlossen bietet der Wein heute jedoch eine klare Skizze von seiner Komplexität.
Klimawandel - Herausforderungen im Weinberg in den kommenden Jahren #Cahors
Nach den historisch niedrigen Erträgen des Jahrgangs 2017, erwarten uns neue Herausforderungen für die nächsten Jahre. Nachdem wir Dank der Orientierung zum biologischen Weinbau und der herausragenden Arbeit meines Bruders Jean-Marc und seines Teams über die letzten Jahrzehnte harmonische und naturnahe Verhältnisse in unseren Rebgärten geschaffen haben, müssen wir uns nun den Launen des Klimas stellen. Im Frühjahr 2017 wurde Cahors in fünf aufeinanderfolgenden Tagen vom Frost belagert, der einen großen Teil der Ernte im Fruchtansatz zerstörte.
Nach einem trockenen und warmen Sommer, mit einigen Regenschauern im August und September, haben wir zum Herbstanfang gesunde und voll ausgereifte Trauben geerntet, bei durchschnittlichen Erträgen von 11 hl/Ha. Die Ernte wurde wie auch schon in den vergangenen Jahren vollkommen ohne Zusatz von Schwefel zu Wein vergoren und lagert nun in den Holztanks unseres Kellers.
Zur Zeit sind wir im Weinberg mit dem Rebschnitt beschäftigt. Die Reben versprechen eine tolle Ernte für 2018, für die wir uns mit aller Kraft einsetzen werden, um sie vollständig und schmackhaft in den Keller zu bringen.
Herzlichst
Pascal Verhaeghe
Château du Cèdre Cahors Extra Libre 2016 - Frei wie ein Vogel!
Dieser schwefelfreie, naturbelassene Wein, frei wie ein Vogel, feiert mit dem Jahrgang 2016 seinen dritten Geburtstag und zeigt schon ordentlich Charakter für seine jungen Jahre. Frische, rote Grütze aus Himbeeren, Erdbeeren und schwarzen Johannisbeeren herrscht vor in der Nase, währen ein paar Zitronenzesten und Pfefferkörner ordentlich Pfiff ins Bouquet bringen. Zudem zeigt der Wein mit seinem saftigen Geschmack und knackigen Tanninen die gesamte Überschwänglichkeit, welche den Jahrgang 2016 in Cahors und überhaupt in Frankreich auszeichnet. Einige Gewürze und Trockenfrüchte vervollständigen den Wein im Abgang und rufen laut: „À TABLE“!
FLEISCHLICHE BEILAGEN: Am besten, Sie bereiten ihm ein schönes, saftiges Stück Schmorfleisch zu: Schweinebraten mit marokkanischen Gewürzen, Coq-au-Vin, Tafelspitz...
PFLANZLICHE BEILAGEN: Wenn’s lieber vegetarisch sein soll, eignet sich ein Gemüse-Couscous hervorragend, ebenso im Ofen gegrillte Vollkornbrotschnitten mit Auberginenpaste, schwarzen Oliven und Ziegenkäse.
Seit wann interessieren Sie sich für die Biodynamie?
BG:„Schon seit vielen Jahren. Ich habe viel über biodynamische Landwirtschaft gehört und gelesen, wissenschaftliche sowie philosophische Bücher und Artikel. Da ich eher kartesisch veranlagt bin, haben einige wissenschaftliche Artikel, die biologische und biodynamische Landwirtschaft miteinander vergleichen, mir sehr bei meiner Entscheidung geholfen. Die Biodynamie kämpft immer noch gegen ein eher esoterisches Bild, das einige Menschen von ihr gemalt haben. Dabei ist sie vor allem eines: Eine landwirtschaftliche Methode, die vor allem auf Beobachtungen im Weinberg beruht und alle Faktoren der Umwelt in Betracht ziehen, welche die Pflanzen beeinflussen können.“
Benjamin Gras - Domaine Santa Duc
Was war der Auslöser für Sie?
BG: „Die Erfahrung vieler anderer Winzer, welche unglaubliche Ergebnisse erzielt haben mit biodynamischen Praktiken. Ausschlaggebend war wohl auch mein Praktikum auf der Domaine de la Romanée-Conti, welche die Prinzipien der Biodynamik anwendet. Wissen Sie, im Burgund schaut man auf eine lange Weinbautradition zurück und im Weinberg wird nichts Überflüssiges gemacht. Und trotzdem wenden dort viele Winzer biodynamische Prinzipien an. Seit dieser Erfahrung habe ich mir immer gesagt, dass ich bei meiner Rückkehr auf unser Weingut die Biodynamie einführen würde.“
Nach vielen Jahren des biologischen Weinbaus, welche Veränderungen erwarten Sie von der Biodynamie?
BG: "Seit er 1985 das Weingut übernahm, hat mein Vater Yves die Weinberge aus Überzeugung ökologisch bewirtschaftet, schon lange, bevor es zu einer „Mode“ geworden ist.
Wir haben uns schon immer mit dem Terroir verbunden gefühlt und uns dafür eingesetzt, es zu erhalten. Die Einführung der biodynamischen Landwirtschaft ist nur ein weiterer, logischer Schritt unserer Arbeit um das Ökosystem unserer Böden noch weiter zu beleben, aber auch um das Immunsystem der Pflanzen zu stärken. Die Reben lernen, selber mit Parasiten und Krankheiten fertig zu werden, statt auf Moleküle und Medikamente angewiesen zu sein. Das Geheimnis großer Weine liegt im Boden und Reben, die im Einklang mit ihrem Terroir stehen, produzieren ausgewogene Trauben und harmonischen Wein. Im Keller brauchen wir dann kaum noch einzugreifen."
Wie und wo haben Sie gelernt, die Biodynamie zu verstehen?
BG: „Aus Büchern, in Gesprächen und Praktika... Und wir arbeiten mit Dominique Massenot zusammen, ein auf Biodynamie spezialisierter Berater, mit dem wir alle wichtigen Entscheidungen zusammen treffen. Unsere Zusammenarbeit ist sehr befriedigend, er ist ein zurückhaltender Mensch, die niemals andere agronomische Aspekte außer acht lässt.“
Beim Entblättern wird die Blätterwand der Reben in der Fruchtzone, also um die Trauben herum, entlaubt. Im richtigen Moment durchgeführt, kann diese Aktion einen direkten Einfluss auf die Fäulnisentwicklung, die Menge und Qualität von Farbstoffen und Gerbsäure, sowie auf das Aromaprofil der Trauben haben.
Entblättern von Wein
Nach dem Entfernen der Blätter sind die Reben im Inneren besser durchlüftet, was die Entwicklung von Botrytis, einem Fäulnispilz, verlangsamt. Außerdem gewinnen alle Spritzmittel, klassische, biologische und biodynamische an Wirkung, weil sie ins innere der Reben gelangen und auch die Trauben erreichen.
Trauben direkt der Sonne auszusetzen, kann auch ihre Zusammensetzung, und damit ihren Geschmack verändern. Die Synthese von Phenolen (natürliche Farbstoffe, Gerbsäure), sowie einiger Aromen ist direkt von Wärme und Licht abhängig. Im allgemeinen gewinnen Trauben an Fruchtaromen und schmecken weniger grün und rote Trauben zeigen mehr Farbe, sowie einen höheren Gehalt an reifen und wohlschmeckenden Tanninen.
Das Entblättern kann manuell oder mechanisch durchgeführt werden, im allgemeinen nach der Verfärbung der Trauben (welche anzeigt, dass der Reifeprozess eingesetzt hat) und kann in regenreichen Erntejahren sogar einige Tage vor der Lese stattfinden. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Trauben nicht zu stark der Sonne ausgesetzt sind, weil sie sonst regelrecht verbrennen können. In den meisten Fällen wird daher nur eine Seite der Reben entblättert, in Richtung Sonnenaufgang oder nach Norden.
LE CÈDRE EXTRA LIBRE #CAHORS 2015 – DIE GROSSARTIGKEIT DER NATUR
Obwohl das Terroir schon seit langem in der Cuvee Le Cèdre einen Weg gefunden hat, sich mit Eleganz und Finesse auszudrücken, scheint der Wein über eine schwefelfreie Vinifikation und Reifung ungeahnte Freiheiten zu entdecken. Ein stolzes und klares Bouquet, mit einer Frucht so frisch, als sei sie soeben erst geerntet. Etwas Blumiges auch und delikate Gewürze, die von einer langen Reifezeit in großen Holztanks stammen. Knackige Frische und eine quasi kristalline Säure, mit seidiger Struktur und einem langen und vollmundigen Abgang.
Wenn die Hand des Menschen sich zurückhält, zeigt die Natur das wahre Gesicht des Weines. Für uns eine wunderbare Lektion enthaltsamer Weinwirtschaft.
Diese Cuvee spiegelt alle unsere Lagen in Gigondas wieder. Ihren Charakter bekommt sie durch die Zusammenarbeit von acht verschiedenen Weinbergen und vier typischen Rebsorten des Rhône-Tals. Alluviale Böden, roter und blauer Ton, sowie Mergelkalk tragen ebenso zum Geschmack und zum Duft dieses eleganten und ausdrucksstarken Weines bei, wie die Rebsorten Grenache, Syrah, Mourvèdre und Cinsault. In seiner Jugend typischerweise von frischer Frucht und edlen, vegetalischen Aromen wie etwa grünem Tee geprägt, entwickelt er in der Regel ein Bouquet exotischer Gewürze nach einigen Jahren Flaschenlagerung.
GIGONDAS « LES HAUTES GARRIGUES »
EINZELLAGE
In diesem historischen Terroir des Weingutes wurzeln unsere Reben seit fünf Generationen. Die im Quartär der Ouvèze abgelagerten, steinigen Tonböden bieten den Reben einen trockenen und kargen Untergrund. Der Grenache liebt diese Erde, die aber auch dem Mourvèdre ideale Wachstumsbedingungen bietet. Diese Lage schafft tiefe, seriöse Weine, mit Würze und dichter Tanninstruktur, sowie einer außergewöhnlichen Langlebigkeit.
GIGONDAS « CLOS DERRIÈRE VIEILLE »
EINZELLAGE
Der Ausblick von diesen in 350 Metern Höhe, oberhalb des Hospizes und der Dorfkirche gelegenen Weinberge ist einzigartig. Die Reben wurzeln in schmalen Terrassen, die sich in dichten Reihen an der Morphologie des steilen Kalkmassifs entlang schlängeln. Nach 18 monatiger Reifung im Eichenholztank, zeigt der Wein ein feines Bouquet aus frischen Früchten und delikaten, blumigen Duftnoten, gestützt von mineralischer Frische und feiner Gerbsäure. Ein außerordentliches Geschmackserlebnis, das vollends darlegt, in welcher Masse Natur und Umwelt einem Wein Gestalt geben können.
Begegnung mit einem vollkommen freien #Cahors: Château du Cèdre Extra Libre 2015, ohne Schwefelzusatz
Schwarz wie ein echter Cahors, lässt der Wein jedoch ein purpurnes Schimmern am Glasrand erkennen. Eine intensive, recht komplexe Nase voller schwarzer Johannisbeeren und anderer reifer Früchte, mit angenehmen vegetalischen Noten und Gewürzen. Äußerst saftig, erinnert er im Mund an eine frische Suppe aus roten und schwarzen Früchten. Während der Wein sich angenehm rund an die Wangen schmiegt, unterstreicht eine zitronige Frische die Präzision der knackigen Tannine und zieht den Abgang in die Länge.
Ein Stück gebratenes Lamm, ein paar karamellisierte Feigen, eine würzige und cremige Polenta... Sie sollten sich kulinarisch auf keinen Fall zurückhalten! Der perfekte Wein zum „Hier und Jetzt“, der allerdings nach einigen Jahren stiller Ruhe im Keller einige geschmackliche Überraschungen bereithalten wird.