WAS UND WIE ?
Ansicht: Volle, goldene Farbe, fein moussierend. In der Nase: Angenehme Frische, Duft von Birnen und Renekloden. Am Gaumen: Reiner, von der Nase unterschiedliche Aromen (Pfirsich, etwas Zitrone). Herrlicher Abgang. Wein und Speisen: Zum Aperitif oder mit einem Tartar aus Seeteufel und mariniertem Lachs. Kommentar: Fein und elegant.
WANN UND WO ?
Das Schloss von Pierry, ein Landsizt aus dem 18. Jahrhundert, bildete den hübschen Rahmen einer der letzten Verkostungen von Sommeliers International (im November 2014), zum Thema Winzer Champagner. Rund 200, ausschließlich von Winzern und Winzerinnen hergestellte Champagner wurden in der Königsgallerie des Schlosses im Beisein von Serge Dubs und Philippe Faure-Brac, beide als Bester Sommelier der Welt ausgezeichnet, sowie Michèle Chantôme, Vorsitzende der Sommeliers von Marokko verkostet.
Champagner Le Clos l’Abbé - Prestige Verkostung von Sommeliers International
Das Schloss von Pierry, ein Landsizt aus dem 18. Jahrhundert, bildete den hübschen Rahmen einer der letzten Verkostungen von Sommeliers International, zum Thema Winzer Champagner.
champagne le Clos l’Abbé sommeliers international
Rund 200, ausschließlich von Winzern und Winzerinnen hergestellte Champagner wurden in der Königsgallerie des Schlosses im Beisein von Serge Dubs und Philippe Faure-Brac, beide als„Bester Sommelier“ der Welt ausgezeichnet, sowie Michèle Chantôme, Vorsitzende der Sommeliers von Marokko verkostet.
Champagne Le Clos l’Abbé Blanc de Blancs Brut Récolte 2007 Ansicht: Sehr helle, silber-goldene Farbe, fein moussierend. In der Nase: Fein, mit Kräutern, Bergamotte und leichten Zitrus-Noten. Am Gaumen: Klar und geradlinig, mit vegetalischen und Zitrus- Noten (Zitrone, Grapefruit). Fein moussierend. Der Abgang ist grossartig. Wein und Speisen: Carpaccio aus Jakobsmuscheln mit Combava. Kommentar: Ein toller Champagner!
Aus der TrinkBar ... die Cuvée Prestige von Paul Lebrun
Ah, « bubbles »! Das tut gut! Aber natürlich hat dieser Wein noch viel mehr zu bieten. Eleganz in erster Linie: Birnen in Sirup, Vanillecreme mit Haselnüssen, Trockenblumen und frische Blüten. Ein sehr feines Bouquet, von Zeit und Reife geprägt. Eine wahrhaftige Dame!
Angenehme, fein sprudelnde Bläschen am Gaumen, vollmundig mit kräftigem Körper und von überraschend spritziger Säure geprägt. Das ist typisch für Chardonnay. Oder genauer gesagt, typisch für Chardonnay aus Cramant, denn Reben, aus denen dieser Wein gekeltert wird wachsen auf den weißen Kreideböden der Côte de Blancs.
Für Nathalie Vignier sind Weine aus Cramant immer von starker Mineralität und Spannung am Gaumen geprägt. "Reiner Champagner aus Cramant erfordert Geduld. Er muss geschliffen werden, er muss reifen. »
Nach teilweiser Gärung und Lagerung in Eichenfässern, gefolgt von vier Jahren Flaschenreifung auf der Feinhefe in den kühlen Kellern des Weingutes, hat der Wein nun seine volle Reife erreicht. Sofortiger Genuss garantiert!
PFLANZLICHE BEILAGE: Gebratene, frische Steinpilze auf einem Pastinakenpüree mit Garam Masala, oder ein gutes Stück Brie de Meaux auf Feigenbrot. TIERISCHE BEILAGE: Barschfilet mit Zimt, Sauerkraut mit Fisch und „Beurre blanc“, Geflügel mit Vanille-Sahne Sauce...
Im laufe des XVII. Jahrhunderts gewinnen die Weine der Champagne vor allem am französischen und englischen Königshof an Popularität. Zu dieser Zeit sind sie noch vollkommen ohne Schaum und Bläschen, zudem teilweise noch Rot.
Champagne - le vin du diable
Leicht und wenig strukturiert, verläuft ihre Lagerung im Eichenfass nicht immer nach Wunsch. Ein großes Dilemma für die Winzer. Zum Glück erfindet 1632 der englische Diplomat Sir Kenelm Digby die Weinflasche aus Glas. Eine grosse Erleichterung für die Winzer, die von nun an ihren Wein lieber einer mit Korken verschlossenen Glasflasche anvertrauen, als dem unzuverlässigen Eichenfass. Das frühe Abfüllen des Weins hat außerdem den Vorteil, dass die Frische und die Aromen gut erhalten bleiben. Aber es gibt auch Nachteile, denn durch ein leichtes „Nachgären“ im Frühjahr bildet sich Kohlendioxyd in den Flaschen und die Weine werden zu Schaumwein. Zumindest wenn der Korken hält, und die Flasche nicht explodiert, was dem Wein unter den Winzern den Namen „Teufelswein“ einbringt. Aber die Engländer lieben den neuartigen Wein! So sehr, dass sie ihn fassweise nach England schaffen und zum Nachgären in Flaschen füllen. Sie geben sogar noch Zucker hinzu, damit mehr „bubbles“ entstehen. So entstand die Prozedur der „Flaschengärung“, die auch heute noch eine wichtige und unerlässliche Etappe der „Méthode Champenoise“ ist (natürlich beherrscht man die Prozedur heute besser, als vor 4 Jahrhunderten).
Champagne - Dom Pérignon
Es ist der berühmte Mönch aus Hautvilliers Dom Pérignon (1638 – 1715) höchstpersönlich, der im gleichen Jahrhundert damit beginnt, den Herstellungsprozess des schaumigen Weines zu strukturieren. Die notwendigen Ideen dazu bekommt er auf einer Pilgerfahrt nach Limoux in Südfrankreich, wo man schon seit längerer Zeit die auch heute noch bekannte „Blanquette de Limoux“ herstellt. So führt er zum Beispiel den heute gängigen Schritt der „Assemblage“ ein (Assemblage bezeichnet die Kreation einer Cuvée aus verschiedenen Rebsorten, Lagen oder sogar Jahrgängen. Letzteres ist in Frankreich nur in der Champagne erlaubt!). Außerdem lässt er druckresistente Flaschen aus dickerem Glas herstellen und fixiert den Korken zum Nachgären mit einer Schnur aus Hanf. Trotz alledem brauchte es noch etwa zwei Jahrhunderte, bis Louis Pasteur dem Geheimnis der zur Weinherstellung notwendigen Gärung auf die Spur kam.
In der Champagne benutzt man heute überwiegend drei Rebsorten: Pinot noir, Pinot meunier und Chardonnay. Bei einem grossen Teil der Weine handelt es sich um Assemblages: Unterschiedliche Rebsorten, verschiedene Lagen, mehrere Jahrgänge. Natürlich gibt es auch reinsortige Champagner (zum Beispiel der Berühmte „blanc de blancs“, der nur aus Chardonnay hergestellt wir) und Jahrgangsweine, die ausschließlich von den Trauben einer Ernte stammen (etwa 10% der gesamten Produktion).
vignoble champagne
Geographisch unterscheidet man 4 Terroirs, die allesamt Champagner produzieren dürfen:
Die „Montagne de Reims“ mit ihren Kreidefelsen und Pinot noir als Hauptrebsorte. Die „Vallée de la Marne“ deren Böden aus Kalk, Lehm und Mergel („marnes“ auf französisch) hauptsächlich mit Pinot meunier bepflanzt sind. Die „Côtes des Blancs“ südlich von Épernay auf deren Kreideböden ausschließlich Chardonnay gedeiht. Die „Côte des Bars“ im Département Aube mit seinen Mergelböden und Pinot noir Reben.
AUS DER TRINKBAR - SCHMEICHELND UND SPRITZIG... #CHAMPAGNE PAUL LEBRUN DEMI-SEC
Ich gebe zu, fast bin ich diesem Champagner auf den Leim gefangen. Jemand hatte ihn in einem unaufmerksamen Moment, während ich mit meinem Tischnachbarn in ein Gespräch vertieft war in mein Glas geschenkt. Ich verkostete ihn also „blind“. Nach dem zweiten Schluck begann ich mich zu wundern, denn wenn ich auch den Stil des Hauses PAUL LEBRUN erkannt hatte, war ich dennoch nicht in der Lage festzustellen, welcher ihrer Cuvées sich in meinem Glas befand. Zuerst entschied ich mich für die GRANDE RESERVE, aber der Wein in meinem Glas schien breiter und weicher, trotz der vielen knisternden Bläschen, die an meinem Gaumen explodierten. Und sein Duft schien eher auf rote Früchte und Pfefferminze ausgerichtet, während die GRANDE RESERVE sich eher durch gelbe Früchte und Blüten charakterisiert, die ihre Leichtigkeit und Finesse unterstreichen.
Champagne Paul Lebrun
Um die Spannung nicht auf die Spitze zu treiben, stand ich auf, ging zum Kühlschrank und überprüfte das Etikett: Es war die Cuvée Demi-Sec, der halbtrockene Wein des Hauses, mit einer Dosage von nicht weniger als 37 g / L. Wenn es sich um einen stillen Wein gehandelt hätte, würde man ihn mit dieser Menge an Restzucker zu den Süß-Weinen zählen. Im Champagner jedoch (und in Schaumweinen im Allgemeinen), stellen sich der von Natur aus hohe Säuregehalt der Trauben und die knusprige Frische der Bläschen der Süße des Weines gegenüber. Daher scheinen Schaumweine oft leichter und frischer, als stille Weine mit der gleichen Menge an Restzucker. Die Cuvée Demi-Sec steht der CARTE D’OR nahe, dem „Hauswein“ von Champagner PAUL LEBRUN. Beide werden alleinig aus CHARDONNAY gekeltert, der auf der Côte des Blancs und im weiter südlich gelegenen Sézannais wächst.
PFLANZLICHE BEILAGE: Genießen Sie ihn mit einem CHUTNEY aus GRÜNEN TOMATEN auf Toast zum Aperitif. Etwas GÄNSELEBER dazu, und Sie haben eine perfekte FLEISCHLICHE BEILAGE. Oder, entscheiden Sie sich für ein gutes Stück alten, trockenen PARMESAN. Der liebt nämlich Restzucker ebenso viel wie Bläschen...
Aus der TrinkBar - #Champagne Paul Lebrun Jahrgang 2004
Gut im neuen Jahr angekommen? Wie wärs mit einem guten Glas Champagner?
Dieser Champagner bietet einen sehr schönen Anblick: goldfarben und glitzernd, mit feinen Bläschen die regelmäßig und diszipliniert bis an die Oberfläche klettern. Das typische Aussehen eines gereiften Champagners. Seine sehr intensives und charmantes Bouquet, aus getrockneten Aprikosen, Rosinen, Haselnüssen und Karamell unterstreicht den cremigen Charakter des Weines. Die Blässchen erfüllen ihre Aufgabe mit Perfektion, und bringen Frische, Kontinuität und einen langen Abgang. Ein großzügiger Champagner für Gourmets, der zum Aperitif oder zu einer nicht all zu süßen Nachspeise mit Früchten genossen werden sollte.
PS. Probieren Sie ihn mit einem Stück altem Parmesan. Umwerfend!
Der Guide Hachette liebt die cuvée Prestige von #Champagne Paul Lebrun
Ein Teil dieser Cuvee, rund 20%, wird in Eichenfässern vergoren. Ein Hauch von Zitrone und viel Frische in der Nase, perfekt ausgewogen und säurebetont am Gaumen. Dieser Wein ist noch jung und wird sich in den nächsten Jahren entfalten. Genießen Sie ihn von 2015 bis 2020.
Das Weingut wurde 1902 im Herzen der Côtes des Blancs gegründet. Paul Lebrun brachte seinen ersten, eigenen Champagner 1931 heraus. Heute bewirtschaften seine Enkelkinder, Nathalie und Jean Vignier, 16,5 Hektar Chardonnay in den Weinbergen von Cramant und Sézanne.
Erster Blick auf den Jahrgang 2014 in der #Champagne
Die Weinernte hat auch in der Champagne begonnen. Je nach Kommune und geographischer Zone, wurde der Erntebeginn von den zuständigen Institutionen auf Donnerstag den 11. September festgelegt. Nach ersten Analysen und Verkostungen der Trauben, haben wir jedoch beschlossen mit dem Pflücken für die Champagner Paul Lebrun und Hubert Soreau noch etwas zu warten... um Ihnen stattdessen eine kleine Retrospektive der letzten Monate im Weinberg zu präsentieren.
Wie in den meisten französischen Weinbaugebieten, schienen die Reben es in diesem Jahr eilig zu haben: Früher Austrieb und schnelles Wachstum führten zu einer recht frühen, aber regulären Weinblüte. Ein guter Faktor, denn eine reguläre und „gebündelte“ Weinblüte führt meist zu gleichmäßigem Traubenwachstum und einer homogenen Ernte.
Während des Sommers war es nicht immer einfach, den wechselnden Wetterbedingungen zu folgen. Relativ frische Temperaturen und Niederschläge schufen günstige Bedingungen für Mehltau, was erhöhte Wachsamkeit und eine verstärkte Präsenz im Weinberg erforderte. Denn abgesehen vom Schutz der Früchte, muss das Blattwerk der Reben in einem guten Zustand gehalten werden, um das Reifen der Trauben zu garantieren.
Dieses Jahr gab’s keinen Hagel für uns (!), und der gute Zustand der Trauben sorgte dafür, dass wir der optimalen Reife unserer Chardonnay-Trauben mit einer gewissen Gelassenheit entgegen sehen konnten. Regelmäßige Verkostungen der Trauben in den letzten Tagen zeigten einen deutlichen Anstieg an Geschmack und Aromen in den Trauben, was sicherlich mit den guten spätsommerlichen Wetterbedingungen zusammenhängt. In unserer Entscheidung zu warten bestätigt, haben wir am Montag den 15. September (fünf Tage nach offiziellem Erntestart) die ersten Trauben in den frühreifen Weinbergen der Côtes des Blancs und des weiter südlich gelegenen Sézanne gepflückt.