Schwarz wie ein echter Cahors, lässt der Wein jedoch ein purpurnes Schimmern am Glasrand erkennen. Eine intensive, recht komplexe Nase voller schwarzer Johannisbeeren und anderer reifer Früchte, mit angenehmen vegetalischen Noten und Gewürzen. Äußerst saftig, erinnert er im Mund an eine frische Suppe aus roten und schwarzen Früchten. Während der Wein sich angenehm rund an die Wangen schmiegt, unterstreicht eine zitronige Frische die Präzision der knackigen Tannine und zieht den Abgang in die Länge.
Ein Stück gebratenes Lamm, ein paar karamellisierte Feigen, eine würzige und cremige Polenta... Sie sollten sich kulinarisch auf keinen Fall zurückhalten! Der perfekte Wein zum „Hier und Jetzt“, der allerdings nach einigen Jahren stiller Ruhe im Keller einige geschmackliche Überraschungen bereithalten wird.
Zwischen den Reben und dem Meer, zwischen Pierre und Toan
Man braucht nicht bis nach New York zu reisen, um guten Wein und Rappern zu begegnen. Beides gibt es auch im Minervois. Es brauchte nicht mehr, als eine Begegnung zwischen dem Winzer Pierre und Rapper Toan, um den Namen und die Geschichte der neuen Cuvee der Domaine Pierre Cros zu finden.
Entre la vigne et la mer Pierre Cros Minervois
Die ausgeglichene Assemblage von Syrah und Mourvèdre, sowie das Gären und Reifen im großen Holztank hat dem Wein ein intensives und volles Bouquet gegeben: Waldfrüchte, Himbeeren, Brom- und Heidelbeeren, gemischt mit Zimt und schwarzem Pfeffer. Ein ungewöhnlich frischer und heiterer Duft, für diese sonst so ernsthaften Rebsorten. Knackig frisch im Mund, rund wie reifes Obst und mit zurückhaltenden, angenehm süßen Tanninen.
Wir haben den Wein vor kurzem gut gekühlt zum Ausklang eines warmen Spätsommerabends getrunken. Sehr lecker! Aber der Wein wird sich vor allem an Ihrem Tisch oder Keller wohl fühlen.
PFLANZLICHE BEILAGE
Ein Auberginenauflauf wird ihn an seine Heimat erinnern, eine vegetarische Lasagne wird ihn zur Geltung bringen, ein Risotto mit karamellisierten Karotten, Steinpilzen, sonnengetrockneten Tomaten und Parmesan wird ihm gerecht werden.
FLEISCHLICHE BEILAGE ODER FISCHIGES
Als noch junger Wein, liebt er gegrilltes Fleisch und Braten. In Herbst und Winter wärmt er sich aber gerne an einer frischen Pilzpfanne mit Speck, oder einem reichhaltigen Eintopf. Fischliebhaber sollten es mit einem gebratenen Zander mit Speck und Kapern versuchen.
MUSIKALISCHE BEILAGE
Santa Duc bringt Einzellagen-Weine in #Gigondas und #Châteauneuf-du-Pape herraus
Die Grundidee ist einfach: Jedes große Anbaugebiet der Welt bietet die Möglichkeit, Weine zu machen, die ihre Herkunft und ihr Terroir zum Ausdruck bringen. Das gilt für das Burgund, wie für Californien, für die Mosel, wie auch für das Rhône-Tal.
Nach mehreren Jahren der Beobachtung und des Ausprobierens, haben Yves und Benjamin Gras ihre Idee im Jahrgang 2014 in die Tat umgesetzt und ihre ersten Lagenreinen Weine aus Gigondas und Châteauneuf-du-Pape abgefüllt. In Gigondas haben sie sich für den „CLOS DERRIÈRE VIEILLE“ entschieden, einen in 350 Metern Höhe, auf den kalkhaltigen Böden der Dentelles de Montmirail gelegenen, in Terrassen angelegten Rebgarten. Er steht den „HAUTES GARRIGUES“ zur Seite, ein Wein, der von neben dem Weingut auf alluvialen Böden aus rotem Ton und Kiesel wachsenden Grenache- und Mourvèdre-Reben stammt. „AUX LIEUX DITS“, eine Assemblage hergestellt von Trauben aus acht unterschiedlichen Lagen, vervollständigt das Weinangebot aus Gigondas.
Drei Weine ebenfalls für Santa Duc aus Châteauneuf-du-Pape. Die cuvée „HABEMUS PAPAM“ vereinigt den Charakter sämtlicher von Yves Gras kultivierten Weinberge in der Appellation. Im Bereich der „SAINTES VIERGES“ im nord-östlichen Teil der Appellation, wachsen Grenache, Counoise und Mourvèdre auf feinen, sandigen Böden und bringen einen weichen, sanften und vielschichtigen Wein hervor, während die in „LA CRAU OUEST stehenden, alten Grenache-Reben vor allem kraftvolle Aromen und Eleganz hervorbringen.
Alle zusammen verkostet, erzählen Ihnen die Weine eine faszinierende Geschichte über den Charakter und die Kraft des Terroirs dieser beiden berühmten Anbaugebiete. Jeder Wein für sich genommen, verspricht ein tolles, vielseitiges Weinerlebnis.
Le Cèdre Cahors 2012 auf Platz #27 beim Wine Enthusiast Top 100 Wines 2015
Das sagt der Wine Enthusiast über die Cuvée Le Cèdre 2012 von Pascal und Jean-Marc Verhaeghe, in seiner Auswahl der 100 weltbesten Weine 2015.
„Diese spezielle Cuvée vom Château du Cèdre vereinigt auf beeindruckende Weise die Frische von intensiven, schwarzen Früchten mit einer kraftvollen Struktur. Spritzig, voller reifer Frucht und sehr vollmundig. Der Wein verdient ein paar Jahre Reifezeit und sollte ab 2020 getrunken werden.“
Die dunkle, blutrote Farbe kündigt den intensiven, rauchigen, von Kirscharomen geprägten jungen Duft des Weines schon von weitem an. Voller Kraft und Übermut, sollten Sie ihm ein großes Glas geben, damit er sich entfalten kann und Sie in den Genuss seines vollständigen Bouquets kommen können: Lakritz, Vanille, frisch gekochte Marmelade, blonder Tabak und Kakao.
Mineralisch frisch am Gaumen mit angenehmer Rundung und Süße und einer Explosion von Gewürzen auf der Zunge: Sternanis, Zimt, ein wenig Pfeffer und Fenchelsamen. Die zurückhaltende, aber prägnante Taninstruktur macht diese reine Syrah zu einem vollen und harmonischen Wein, mit schier endlosem Abgang... Er scheint eigens für Liebhaber feiner und ausdruckstarker Weine mit einem Hang zu extremen Geschmackserlebnissen gekeltert worden zu sein. Ohne jedes Zögern schon jetzt zu genießen, oder ohne jeden Zweifel noch viele Jahre im Keller reifen lassen.
FLEISCHLICHE BEILAGEN: Rumpsteak mit Sauerkirschenkonfitüre, Lamm-Tajine mit Pflaumen und Mandeln, „echte“ Spaghetti Carbonara, Hasenpastete...
PFLANZLICHE BEILAGEN: Mit Trockenfrüchten und orientalischen Gewürzen gefüllte Kohlrouladen, Linguini mit Pesto von sonnengetrockneten Tomaten, Haselnüssen und Schafskäse.
Nach zwei Jahren Lagerung im Holztank und 6 Jahren in der Flasche, beginnt sich das Alter des Weines in der Farbe sichtbar zu machen. Sie ist aber nach wie vor tief und dunkel und zeigt granatrote Nuancen. Nachdem er 72 Monate im dunklen und kalten Keller geruht hat, sollte man dem Wein etwas Zeit geben, um sich in der Karaffe langsam zu entfalten.
Le Cèdre Cahors 2008
Als erstes gibt er Aromen von kompotierten Früchten frei, sowie ein wenig Trockenobst und Haselnüsse. Die Nase vermittelt einen Gesamteindruck von Frische und Jugend, worin sich das große Lagerungspotential zeigt, das diesem Wein noch inne liegt. Frische und Saftigkeit dominieren ebenfalls am Gaumen, die Struktur ist dicht und leicht zugleich, mit kraftvollen und zugleich feinen Tanninen. Cremig, rund und weich auf der Zunge, entwickelt er rasch eine würzige Aromatik, unterlegt von einem Hauch Kakao und frischen Früchten. Beeindruckt schweigt mein Gaumen und geniesst.
FLEISCHLICHE BEILAGE: Kalbskottlet mit Pilzen aller Art, mit hausgemachten Butterspätzle und etwas Petersilie. Oder auch ein schonend gegartes Lammcarrée, zusammen mit einer Sauce auf Räucherschinkenbasis und Saubohnen.
PFLANZLICHE BEILAGEN: Vergessen Sie das Kalbskottlet und das Lammcarrée und machen Sie sich eine schöne Pilzpfanne mit Butterspätzle und Saubohnen.
Sieben Jahre, das ist ein guter Moment um einen Wein zu probieren, der 10 bis 15 Jahre lagern kann. Halbzeit. Die erste Hälfte des Spiels ist um, Zeit eine Bilanz zu ziehen, und eine Strategie für die kommenden Jahre zu entwickeln: Bald trinken oder noch liegen lassen?
Chateau du Cèdre 2009 Vin Cahors
2009 gilt als sonniger Jahrgang, der sich im Bouqet dieser Assemblage aus 90% Malbec und jeweils 5% Merlot und Tannat perfekt widerspiegelt. Kräftig und überschwänglich springt einem der Duft aus Schwarzkirschen, Minze und Lorbeer gerade zu entgegen... Ich würde das Ensemble als „Winterduft“ charakterisieren, der sich mit der Zeit um eingekochte Himbeeren und den Geruch von frischem Gebäck bereichert.
Im Mund stellen sich wiederum süße Gewürze in den Vordergrund und unterstreichen den zuvorkommenden Charakter des Weines: Rund, frisch und weich. Die Tannine scheinen von der Zeit gezähmt worden zu sein und kitzeln freundlich am Gaumen. Sie begleiten den Wein bis zum Abgang und gewinnen dabei an Kraft und Bedeutung. Minzaromen hinterlassen einen frischen Nachgeschmack. Geniessen Sie ihn zwischen 2016 und 2021.
PFLANZLICHE BEILAGE: Versuchen Sie es mit einem Gratin aus Wurzelgemüse (Karotten, Kartoffeln, Pastinake) oder zum Aperitif mit lauwarmen Gemüse-Chips (Pastinake, Karotte und Rote Beete!).
FLEISCHLICHE BEILAGE: Einfache und schmackhafte Gerichte, wie zum Beispiel ein Kalbs-Kottelet mit Rotweinsauce oder ein Steak mit Wacholderbutter. Dazu Bratkartoffeln!
Das Burgund gilt allgemein als die Weinregion, welche den Pinot noir oder Spätburgunder zu dem gemacht hat, was er heute ist: Die wahrscheinlich edelste Rebsorte der Welt! Die Verehrung seines Geschmackes und seinen Aromen hat Winzerinnen und Winzer dazu getrieben, die Rebsorte auf dem gesamten Globus zu verbreiten und in möglichst kühlen, dem Burgund ähnlichen Gegenden anzupflanzen: Neuseeland, Victoria und Tasmanien, in Australien, Oregon in den USA... Und kein mit Vernunft ausgestatteter Mensch käme wohl darauf, Pinot noir ausgerechnet im mediterranen Minervois anzupflanzen. Und trotzdem wächst er dort...
Pinot noir Pierre Cros Minervois
Pierre hat seinen Rebgarten aus Pinot schon vor vielen Jahren dort angepflanzt. Aus Liebe zur Rebsorte und zum Wein. Und... er wächst! Macht Holz, Blätter und hübsche Trauben! Ich gebe zu, dass die ersten Jahre nicht einfach waren. Und aufgrund des steinigen, trockenen Terroirs musste man ganze fünf Jahre auf die ersten Trauben warten, statt der üblichen drei. Aber das Warten hat sich gelohnt, und die Reben scheinen seit einigen Jahren ihr Gleichgewicht unter der mediterranen Sonne gefunden zu haben und produzieren leichte, feine Weine.
Gestern Abend habe ich eine Flasche aus dem Jahrgang 2010 geöffnet. Ein reiner Pinot noir, im offenen Tank vergoren, im zweijährigen Eichenfass gereift. Ein Hauch von altem Leder in der Nase, vermischt mit duftenden Süßkirschen und einigen Gewürzen. Weich und rund am Gaumen, mit frischer Säure und leichter Süße. Angenehme Länge, schöner Duft, die Zunge freut sich!
Als Beilage für FLEISCH & PFLANZENESSER empfehle ich, sich unter den mittel-reifen Weichkäsen umzusehen. Oder, warum nicht mit Kirschlikör parfümierte Schlagsahne zu einem einfachen Schokoladenkuchen?