Besonders liebe ich diesen ausdrucksvollen Rotwein im Sommer! Was wirklich auffällt, wenn man ihn verkostet, ist seine Frische und Lebendigkeit, die er an den Tag legt. Mäßig tanninhaltig, würde ich ihn als knackig und energisch beschreiben, mit gerade genug Vollmundigkeit wie nötig. Kann man von einem Wein aus Cahors sagen, dass er ein echter Durstlöscher ist? Ja, das kann man, denn dieser Wein ist der lebendige Beweis! Es ist ein junger, begeisterter und offenbar glücklicher Wein ...
Le Cèdre Héritage 2012 Cahors
Habe ich vergessen, seine visuellen und olfaktorischen Aspekte zu erwähnen? Bitte verzeihen Sie mir: Er ist schwarz und purpurn, wie es sich für einen Malbec gehört, mit einem schönen Bouquet von frischen schwarzen Früchten, einem Hauch von Veilchen und karamellisierten Haselnüssen.
Die FLEISCHLIEBHABER unter den Weintrinkern werden sich freuen, diesen Wein zu entdecken, denn er ist ein inbrünstiger Befürworter langer Grillabende im Sommer. Er kümmert sich aber auch mit Begeisterung um den VEGETARISCHEN Weinliebhaber, indem er einen frischen Tomaten-Salat mit Fetakäse und schwarzen Oliven geschmacklich verschönert und ausgezeichnet zu allerlei gegrilltem Sommergemüse passt.
Aus der TrinkBar... Habemus Papam 2012 - Feines aus Châteauneuf-du-Pape
Wenn ein Winzer aus Gigondas sein savoir-faire auf die steinigen und sandigen Böden von La Crau und den Saintes Vierges überträgt, scheint sich ein erfrischender Wind über den Terroirs von Châteauneuf-du-Pape zu erheben. Dafür ist der Jahrgang 2012, abgefüllt im Frühjahr, ein lebender Beweis!
Habemus Papam Domaine Santa Duc Chateauneuf-du-Pape
Seine Farbe wirkt irgendwie beruhigend: Ein sehr klares Blutrot mit einem leichten Hauch von Purpur. Die erste Nase ist sehr frisch, sehr fruchtig und öffnet sich relativ schnell, um süße Gewürze, Pfeffer und Balsamico-Aromen zu zeigen. Eine junges und tonisches Bouquet, das noch lange am Gaumen und im Abgang nachklingt.
Leicht salzig, scheint der Wein von steiniger, kalkhaltiger Struktur, schwer zu sagen allerdings, ob dies auf seinen mineralischen Charakter oder auf seine zarten, sehr frischen und jungen Tannine zurückzuführen ist. Schwer zu sagen vor allem, weil dieser köstliche aber für die Zukunft gebaute, aus Grenache und Mourvèdre hergestellte Wein es nicht eilig zu haben scheint, alle seine Geheimnisse schon heute zu offenbaren.
Was tun? Seien Sie geduldig, finden Sie einen Platz in Ihrem Keller für ihn, und geniessen Sie seine Gesellschaft über die nächsten 10 Jahre.
PFLANZLICHE BEILAGE: Allerlei gebratenes Gemüse mit reichlich Olivenöl, geschmorte Pilze oder ein sahniges Gemüse-Curry...
FLEISCHLICHE BEILAGE: Kalbskotelett mit Rotweinsauce, Filet Mignon an grobem Senf und Perlhuhn mit Morcheln in seiner Jugend. Saltimbocca alla romana aus Fasan (umwickelt mit Salbei und Parmaschinken), gebratene Tauben mit Steinpilzen, oder einem feinen Käse aus dem Burgund (Époisses, Chambertin…) nach ein paar Jahren der Flaschenreifung.
Aus der Trinkbar... Wir können die UNGELIEBTEN nicht länger ignorieren!
Dieser „vollständig von Hand“ hergestellte Wein existiert seit 14 Jahren. Die Weinberge, aus denen er hergestellt wird, bringen knappe 400 Jahre zusammen. Zu Beginn dieses Jahrtausends galt seine Zusammensetzung fast als Ketzerei, wie die (kurze) Geschichte seines Vorgängers zeigt: Ein AOC MINERVOIS aus dem Jahrgang 1999 hergestellt ausschliesslich aus PICPOUL NOIR. Der Verkauf dieses Produkts wurde offiziell verboten und zwar wegen der Rebsorte aus der er hergestellt wurde. Und das obwohl PICPOUL NOIR als offizielle Rebsorte im MINERVOIS und in einigen anderen prestigeträchtigen Appellationen, wie CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE zugelassen ist. Das Verbot entpuppte sich letzten Endes vielleicht aber sogar als Glücksfall, weil es PIERRE dazu anspornte in seiner Überzeugung noch einen Schritt weiter zu gehen und diesen vollständig aus (damals fast) verbotenen, unbeliebten und ungeliebten Rebsorten hergestellten Wein zu kreieren (PICPOUL NOIR, ARAMON, ALICANTE & CARIGNAN).
Heute sind einige dieser Rebsorten fast vollständig von der Landkarte verschwunden (nur CARIGNAN spielt noch einen bedeutende Rolle). Sie wurden teilweise durch andere Sorten ersetzt, sogenannte « Aufwertende Rebsorten". Aus heutiger Sicht scheint diese Agrarpolitik der vergangenen Jahrzehnte zu einer Verringerung der Vielfalt in französischen Weinbergen geführt zu haben und in der Folge auch zu einem gewissen Verlust der Vielfalt im Weingeschmack. Nur 10 Rebsorten decken heute 70% der Rebflächen in Frankreich ab, während insgesamt nur rund 40 Sorten wirtschaftlich eine Rolle spielen. (Quelle)
Auf VINPARLEUR halten wir uns an eine sehr einfache Politik: Wir lieben alle Rebsorten, ohne Ausnahme! Und je mehr Rebsorten es gibt, desto besser finden wir das! Um diejenigen, die immer noch im Zweifel sind, zu überzeugen, lesen Sie hier unsere Eindrücke von PIERRE CROS cuvée LES MAL AIMÉS (die Ungeliebten) aus dem Jahrgang 2012:
Klare Granatfarbe mit leichter Trübung aufgrund der Abfüllung ohne Filtration. Dieser Vin de France (vormals Vin de Table) besticht durch sein intensives und abwechslungsreiches Bouquet aus roten und schwarzen Früchten, vor allem durch den üppigen fruchtig-pflanzlichen Charakter von schwarzen Johannisbeeren und einer Handvoll schwarzer Oliven. Der vor zwei Jahren abgefüllte Wein öffnet sich innerhalb weniger Minuten im Glas und bereichert sein Bouquet um einige angenehme Aromen von Gebäck und ein wenig Kakao. Im Mund ist er eher leicht und sanft mit wunderbar erfrischender Säure. Wenig taninreich, jedoch mit schöner seidiger Struktur und leichtem Biss, der Länge und Charakter gibt. Jetzt trinken oder im Keller für weitere 2-3 Jahre reifen lassen.
PFLANZLICHE BEILAGE Auberginen Lasagne, ohne zu zögern!
FLEISCHLICHE BEILAGE Sie haben die Qual der Wahl: Gegrillte Lammkoteletts, Blutwurst, Schweinerostbraten, Rohschinken, Wildschweinpastete, Coq au Vin ...
Picpoul noir Pierre Cros
PS: ZAHLEN FÜR NEUGIERIGE: ARAMON: 150 230 Hektar Rebfläche im Jahr 1958 - 9084 Hektar im Jahr 2004. CARIGNAN: Er bedeckte 43% der Weinberge des Languedoc-Roussillon im Jahr 1979, gegenüber 13,5% im Jahr 2010. PICPOUL NOIR: 1990 schätzte man den Restbestand noch auf einige 200 Hektar.
Fügt man zu den vorher genannten Rebsorten die Zahlen von CINSAULT NOIR, TERRET und GRENACHE BLANC, ALICANTE BOUCHET und MACABEU hinzu, so addiert sich für diese traditionellen mediterranen Rebsorten ein Rückgang von rund 260000 Hektar zwischen 1979 und 2010 ... (Quelle)
Aus der Trinkbar - Santa Duc Gigondas „Aux Lieux-Dits“ 2012
„Fruchtig oder würzig, voller Saft oder mit einer kräftigen Tanninstruktur, jeder Rebgarten hat uns charaktervolle Trauben gegeben, die gesamte Ernte verspricht ein schönes Potential für das Erstellen unserer Cuvées und das Reifen der Weine in unseren Kellern.“
Das schrieb Yves Gras im November 2012 nach der Ernte. Heute haben die Weine ihre Reifezeit in seinem Keller abgeschlossen, und der gesamte Ausdruck der Trauben, des Terroirs und des Jahrgangs befindet sich nunmehr gut verkorkt in Flaschen. Wir haben für Sie probiert...
Gigondas „Aux Lieux-dits
Ein stark fruchtiger Ausdruck roter Johannisbeeren und Cassis, um dezente Aromen von Lorbeer und Rosmarin bereichert. Lebhafte Säure, geradlinig und mit filigraner, schmackhafter Tanninstruktur. Ein langer, mineralischer Abgang, leicht salzig.
PFLANZLICHE BEILAGE : Probieren Sie gebratene Kürbisscheiben mit Kümmel und Chilli (nicht zu scharf) zu diesem Wein. Er mag ebenfalls verschiedene Hartkäse-Sorten...
FLEISCHLICHE BEILAGE : Geben Sie ihm Lammfleisch zu essen !
Aus der TrinkBar ... Santa Duc Les Quatre Terres Côtes du #Rhône
Nicht weniger als vier Terroirs (Rasteau, Vacqueyras, Roaix und Séguret), sechs Rebsorten (Grenache, Syrah, Mourvèdre, Carignan, Cinsault und Clairette), und mehrere Personen (einschließlich Yves und Robin) haben zur Herstellung dieses schönen, roten Côtes du Rhône 2012 beigetragen.
Und was für ein Rot! Rubin, glänzend und tief ... eine wahres Schmuckstück im Glas. Er empfängt mich freundlich mit einem großzügigen Bouquet aus frischen, roten und schwarzen Früchten, prall gefüllt mit Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren. Schwarzer Pfeffer, Lorbeer und Rosmarin fügen angenehme Frische und jede Menge Natur hinzu. Vollmundig, mäßig tanninhaltig, angenehm frisch, geradlinig und präzise... Man kann sagen, was man will, es handelt sich um einen richtigen "First Class Côtes du Rhône“!
Sie werden glücklich sein, diesen Wein in Ihrem Keller zu haben, weil er allen Gelegenheiten, die eine sehr gute Flasche Rotwein erfordert Genüge tut. Aber Vorsicht, wenn es sich herumspricht, könnte die Anzahl der Freunde, die Ihnen einen spontanen Besuch abstatten dramatisch ansteigen...
FLEISCHLICHE BEILAGE: Mediterrane Küche in allen Varianten. Schwein, Rind, Lamm oder Ente, gepfeffert und gesalzen, mit gegrilltem Gemüse und Olivenöl. PFLANZLICHE BEILAGE: Immer noch mediterrane Küche in allen Varianten, ohne Schwein, Rind, Lamm oder Ente ... Einfach viel gegrilltes Gemüse in Olivenöl, dazu Reis oder geröstetes Knoblauchbrot.
LE CÈDRE #MALBEC GC 2011 #CAHORS VERKOSTET VOM WINE ENTHUSIAST
... Dieser Wein wird ein Klassiker werden. Seine Tannine sind bereits mit der intensiven und saftigen Frucht und den dunklen, würzigen Holzaromen im Gleichgewicht. Er ist kraftvoll aber nicht übertrieben, elegant trotz seiner opulenten Textur. Geben Sie diesem herrlichen Wein bis 2018 Zeit.
Eine leicht trübe, helle granatrote Farbe mit bräunlichem Farbton am Glasrand... Er sieht aus wie eine kostbare, in einem Antiquitätengeschäft gefundene Rarität. Die Nase ist intensiv und frisch, zeigt zunächst Aromen von Kirsche, Pflaume und Himbeere und entwickelt sich zu Duftnoten von Marzipan, getrockneten Blüten und Unterholz weiter. Dazu noch einige Pilze, etwas Pfeffer und der vanille-ähnliche Duft alter Bücher. Ich weiß, das ist eine Menge. Aber es ist ein beeindruckender Wein.
Am Gaumen: Weich und dank schöner, seidiger Tannine, gut strukturiert. Frisch und geradlinig, sinnlich und vollmundig, wieder mit Kirschen, Gewürzen und Schokolade.
Ein Wein, der dazu einlädt es sich an einem regnerischen Abend in einem Clubsessel bequem zu machen und sich in die Abenteuer von SHERLOCK HOLMES zu vertiefen...
WOW... 7 Jahre alt bereits, davon 2 in Fässern und 5 in Flaschen. Das ist ein stattliches Alter, zumindest im Vergleich zu unserem üblichen Weintrinkverhalten (die Zeitschrift WINE ENTHUSIAST veröffentlichte im Jahr 2012, dass über 90% der Weine innerhalb von 48 Stunden nach dem Kauf getrunken werden, ohne Rücksicht auf den Weintyp und die Qualität…).
Pascal Verhaeghe Chateau du Cèdre Cahors
Aber dieser CAHORS, hauptsächlich aus MALBEC-Trauben hergestellt, scheint sich trotz der Flaschenreife noch in seinen besten Jugendjahren zu befinden und zeigt sehr intensive Aromen von Sauerkirschen, Teer und gerösteten Haselnüssen, oder, wenn Sie bevorzugen, Kirschen in Sirup, Backpflaumen in geräuchertem Speck, Schokolade und Karamell… Kraftvoll schmust seine Opulenz mit der Zunge und fährt sanft über den Gaumen. Der Gesamteindruck ist aber auch von einer grossartigen und feinen Säure geprägt, zu deren geheimen Unterschlupft die Verhaeghe Brüder offenbar die Tür und den Schlüssel schon vor einigen Jahren gefunden haben. Des Weitern hat der Wein sehr feine und noch jugendliche Tannine und zeigt eine schöne Länge.
Ein Aufruf zum Verkosten, Geniessen und Schlemmern... aber ohne Eile! Sie haben noch Zeit, denn der Wein fühlt sich in Ihrem Keller (fast) so wohl wie in Ihrem Glas.
FLEISCHLICHE BEILAGE : Dieser Wein liebt Enten ! PFLANZLICHE BEILAGE : Ratatouille mit Hirse-Frikadellen und orientalischen Gewürzen, Risotto aus Hokkaido-Kürbis und Steinpilzen…