Biologische Landwirtschaft in den Weinbergen, geringe Erträge, eine optimale Reife, bestimmt vom geschmacklichen Gleichgewicht der Trauben, spätes Ernten und leichtes Entblättern, um die Trauben der Kraft der spätsommerlichen Sonne auszusetzen. Ziel dieser Arbeit ist es, reife Aromen und kraftvolle Tannine mit der natürlichen Frische des Terroirs zu vereinen.
Aus der Gegend von Rasteau stammen einige hoch beeindruckende Grenache-Weine des Rhône-Tals. Ein gutes Beispiel bietet diese Cuvée von Santa Duc aus dem hervorragenden Jahrgang 2010.
Santa Duc Rasteau Les Blovac
Sechs Jahre Flaschenreifung haben seiner Kraft und Intensität nichts angetan. Im Gegenteil sogar, denn sein Bouquet scheint sogar noch an Ausdruck und Komplexität gewonnen zu haben, während der Gaumen von weichen Tanninen verführt wird.
Pflaumen und andere Trockenfrüchte, Honigkuchen und Pfeifentabak, Haselnüsse, schwarzer Pfeffer und exotische Gewürze im Abgang. Die Vielfalt seines Dufts ist extraordinär! Von zitroniger Frische getragen, zeigt dieser Rasteau einen harmonischen und vollreifen Geschmack, der Ihre Herbst- und Winterabende verschönern wird.
FLEISCHLICHE BEILAGE: Der Wein provoziert Träume von Kaninchen und schwarzen Oliven im Römertopf, von Entenbrust mit Feigen und von gegrilltem T-Bone Steak.
PFLANZLICHE BEILAGE: Champignons mit Quinoa-Füllung, Gemüse-Couscous, Steinpilzravioli mit roter Zwiebelsauce... Scheuen Sie sich nicht vor Gerichten mit intensivem Geschmack.
Seit wann interessieren Sie sich für die Biodynamie?
BG:„Schon seit vielen Jahren. Ich habe viel über biodynamische Landwirtschaft gehört und gelesen, wissenschaftliche sowie philosophische Bücher und Artikel. Da ich eher kartesisch veranlagt bin, haben einige wissenschaftliche Artikel, die biologische und biodynamische Landwirtschaft miteinander vergleichen, mir sehr bei meiner Entscheidung geholfen. Die Biodynamie kämpft immer noch gegen ein eher esoterisches Bild, das einige Menschen von ihr gemalt haben. Dabei ist sie vor allem eines: Eine landwirtschaftliche Methode, die vor allem auf Beobachtungen im Weinberg beruht und alle Faktoren der Umwelt in Betracht ziehen, welche die Pflanzen beeinflussen können.“
Benjamin Gras - Domaine Santa Duc
Was war der Auslöser für Sie?
BG: „Die Erfahrung vieler anderer Winzer, welche unglaubliche Ergebnisse erzielt haben mit biodynamischen Praktiken. Ausschlaggebend war wohl auch mein Praktikum auf der Domaine de la Romanée-Conti, welche die Prinzipien der Biodynamik anwendet. Wissen Sie, im Burgund schaut man auf eine lange Weinbautradition zurück und im Weinberg wird nichts Überflüssiges gemacht. Und trotzdem wenden dort viele Winzer biodynamische Prinzipien an. Seit dieser Erfahrung habe ich mir immer gesagt, dass ich bei meiner Rückkehr auf unser Weingut die Biodynamie einführen würde.“
Nach vielen Jahren des biologischen Weinbaus, welche Veränderungen erwarten Sie von der Biodynamie?
BG: "Seit er 1985 das Weingut übernahm, hat mein Vater Yves die Weinberge aus Überzeugung ökologisch bewirtschaftet, schon lange, bevor es zu einer „Mode“ geworden ist.
Wir haben uns schon immer mit dem Terroir verbunden gefühlt und uns dafür eingesetzt, es zu erhalten. Die Einführung der biodynamischen Landwirtschaft ist nur ein weiterer, logischer Schritt unserer Arbeit um das Ökosystem unserer Böden noch weiter zu beleben, aber auch um das Immunsystem der Pflanzen zu stärken. Die Reben lernen, selber mit Parasiten und Krankheiten fertig zu werden, statt auf Moleküle und Medikamente angewiesen zu sein. Das Geheimnis großer Weine liegt im Boden und Reben, die im Einklang mit ihrem Terroir stehen, produzieren ausgewogene Trauben und harmonischen Wein. Im Keller brauchen wir dann kaum noch einzugreifen."
Wie und wo haben Sie gelernt, die Biodynamie zu verstehen?
BG: „Aus Büchern, in Gesprächen und Praktika... Und wir arbeiten mit Dominique Massenot zusammen, ein auf Biodynamie spezialisierter Berater, mit dem wir alle wichtigen Entscheidungen zusammen treffen. Unsere Zusammenarbeit ist sehr befriedigend, er ist ein zurückhaltender Mensch, die niemals andere agronomische Aspekte außer acht lässt.“
Christophe’s Lieblingsweine aus der „Boutique Santa Duc“ in Châteauneuf-du-Pape @SantaDuc
Zum Sommergenuss fallen mir spontan drei Weine ein.
La boutique Santa Duc à Châteauneuf-du-Pape
Les Grands Calcaires 2015: Das Quartett Clairette, Ugni blanc, Picpoul und Bourboulenc geben dem Wein eine unglaubliche Energie, während der Grenache blanc und der Viognier ihm Saftigkeit und ein feines Parfum geben. Der Wein lässt mich von einer schattigen Terrasse und gegrilltem Fisch träumen. Santa Duc Les Plans Rosé 2016: Helle, delikate Farbe, reifes, rotes Obst, eine Handvoll Zitrusfrüchte, frisch und sanft am Gaumen... Perfekt für Aperitif und Sommergerichte. Les Quattre Terres 2015: Dieser Wein überrascht mich immer wieder mit seinem überschwänglichen Duft roter und schwarzer Früchte, Gewürzen und Kräutern der Provence. Eine Wahnsinns Nase! Am Gaumen ist er weich und elegant mit frischer Säure und zurückhaltender Tanninstruktur im Abgang. Schon jetzt genießen oder noch 4 bis 5 Jahre im Keller lagern. Unschlagbar zu gegrillten Lammkottelets und Ratatouille!
Die „Stars“ unter den Terroir-Weinen von Santa Duc? „Les Saintes Vierges“ aus Châteauneuf-du-Pape, Jahrgang 2014, sowie der Gigondas „Grand Grenache“ 2012. Ersterer beeindruckt mit seiner eleganten und feinen Tanninstruktur. Schon viel Trinkspass heute, aber mit hohem Lagerpotential. Der Zweite stammt aus einem großen Jahrgang im Rhône-Tal und erreicht gerade volle Trinkreife. Seine Aromatik und Fülle am Gaumen laden zur Meditation ein.
La Boutique Santa Duc
1 Avenue Charles de Gaulle
84230 Châteauneuf-du-Pape
Téléphone : 04 90 25 02 53
Santa Duc #Gigondas „Clos Derrière Vieille“ 2014 - Verkostet von Jeb Dunnuck
Ein weiterer, sehr charmanter Wein mit provenzalischem Charakter, angenehmer Textur und einem Überfluss an Fruchtigkeit, der Sie mit seiner feinen Komplexität verführen wird. Außer Aromen von Garrigue, Blumen, Erdbeeren und Heidelbeeren, bietet er jeden Menge Tiefgang und reife Gerbsäure. Er sollte ebenfalls um 2024 Trinkreif sein.
Ab morgen auf der #ProWein - @SantaDuc und @LeCedreCahors
Domaine Santa Duc
Während der drei Messetage finden Sie Yves Gras und Rémi Cognet in der Halle 11, Stand H09: Gigondas, Châteauneuf-du-Pape und weitere erstklassige Rhône-Weine.
Château du Cèdre
Lust auf Cahors? Dann schauen Sie auf jeden Fall bei Pascal Verhaeghe vorbei, um seine monumentalen Malbec-Weine zu probieren: Halle 12, Stand B05.
Santa Duc - Gigondas, Châteauneuf-du-Pape, Vacqueyras... auf der BioTop Marseille
Zu Anfang des Jahres, wünschen wir Ihnen alles Gute für 2017. Gleichzeitig möchten wir die Gelegenheit nutzen, um Sie zum dreitägigen Tasting BIOTOP einladen, das zeitgleich mit der Weinmesse Millésime Bio in Marseille stattfindet und wo wir die Jahrgänge 2013 und 2014 unserer Weine aus Gigondas und Châteauneuf-du-Pape vorstellen. Natürlich können Sie auch weitere Weine, wie etwa Les Quatre Terres und Les Aubes aus Vacqueyras verkosten.
Wir freuen uns darauf, Sie in Marseille begrüßen zu könne,
mit herzlichen Grüßen,
Benjamin und Yves Gras
Châteauneuf-du-Pape Verkostungsnacht im Mucem in Marseille
Am Montag Abend ab 20 Uhr, laden die Winzer von Châteauneuf-du-Pape zu einem außergewöhnlichen Verkostungsabend in MUCEM am alten Hafen ein (Weinfachleuten vorbehalten,bitte hier anmelden).
Soirée Châteauneuf-du-Pape au Mucem
Zwanzig biologisch oder biodynamisch bewirtschaftete Weingüter, darunter die Domaine Santa Duc, erwarten Sie und stellen ihre Weine vor. Eine hervorragende Gelegenheit, verschiedenen Jahrgänge, darunter der fast schon mythische Jahrgang 2015, unserer Weine aus Châteauneuf-du-Pape zu verkosten: Habemus Papam, Les Saintes Vierges, La Crau Ouest, sowie Tankproben der im Nord-Westen der Appellation gelegenen Einzellage Le Pied de Baud, in der die Reben auf alten, roten Alluvial-Böden und Flusskiesel wachsen.
Eine Vielfalt von Faktoren führt dazu, dass sich ein Weingut in ständiger Evolution befindet: Reben altern und gewinnen an Reife, das gleiche gilt für lebendige Böden, Begegnungen mit Menschen und Kollegen, sowie der Einstieg der neuen Generation bereichern Wissen und verändern die Sichtweise auf die eigene Arbeit und Weine. Man überlegt, reagiert und passt sich an die Bedürfnisse der Reben und der Weine an, ebenso an neu entstandene Wünsche und Ideen. Die Domaine Santa Duc ist da keine Ausnahme.
Es ist daher eine Tatsache, dass es sehr wohl unsere Weinberge waren, die uns langsam aber mit Nachdruck zu einer agro-ökologischen Landwirtschaft geführt haben. Ebenso, wie der Charakter und das Gleichgewicht unserer Weine um Zurückhaltung im Keller gebeten haben. Seit vielen Jahren schon reifen sie daher in großen Holztanks, während Terrakotta- und Ton-Gefäße einen immer größeren Platz im Keller einnehmen.
Unsere Sichtweise auf die eigenen Rebgärten hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert, nicht zuletzt durch die Wiederentdeckung des Burgunds, das den Wert ihrer Terroirs wie kaum eine andere Weinbauregion erkannt hat und in den Vordergrund stellt. Eine faszinierende Philosophie, die ich mit meinem Sohn Benjamin teile, der seit kurzem mit mir auf dem Weingut zusammenarbeitet. Jede Groß- oder Kleinlage stellt auf Grund natürlicher Begebenheiten eine Einheit dar. Eine Einheit, mit sehr persönlichem Charakter.
Aufgrund der Analyse dieser natürlichen Begebenheiten unserer Rebengärten in Gigondas und Châteauneuf-du-Pape, haben wir vier Weine aus besonderen Lagen hervorgebracht: Les Hautes Garrigues und Clos Derrière Vieille in Gigondas, Les Saintes Vierges und La Crau Ouest in Châteauneuf-du-Pape. Ein weiterer Einzellagenwein aus dieser Appellation reift derzeit im Keller und könnte dieser Selektion beigefügt werden.
Während diese Weine die Individualität bestimmter Lagen und Terroirs hervorheben, erhalten die Cuvées Habemus Papam und Aux Lieux-Dits die Tradition großartiger Rhôneweine, welche sich durch die Vereinigung verschiedener Rebsorten und Lagen zu voller Größe entwickeln.
Ich wünsche Ihnen alles Gute fürs neue Jahr, mit besten Grüßen,